Taxi bitte

Wenn wir mit dem Gepäck, das wir nun schon seit Wochen mit uns mitführen, vom Hotel wieder zum Bahnhof gelangen wollen, ist es oft stressfreier, sich ein Taxi zu organisieren. So taten wir es auch in der Freien und Hansestadt Hamburg.

Der Zug soll um 10.01 am Hauptbahnhof abfahren, also bestellen wir den Wagen auf halb Zehn an die Aussenalster. Bei leichtem Nieseln stehen wir auch kurz vorher auf dem Bürgersteig und sehen das Taxi vorfahren. Bis auf die leichte Schwierigkeit, dass der Fahrer das Gepäck nicht auf Anhieb in den Kofferraum kriegt und der Einstieg in den Fond durch Hindernisse in Form eines Getriebetunnels, Schnüren, die die Plastikplane spannen die den Fahrer von den Gästen besser trennen und den weit nach hinten geschobenen Fahrersitz erschwert wurde, ging die Fahrt gut vonstatten. Der Fahrer ist freundlich und telefoniert während der Fahrt mit der Zentrale, weil die Technik mit dem Smartphone, über das die Fahrten disponiert werden, nicht funktioniert.

Was das für Folgen hat, merken wir am Zielort. Eine Bezahlung der Dienstleistung mit Kreditkarte ist nicht möglich, weil auch dafür die Technik dieses Smartphones zuständig ist. Leider haben wir nur mehr einzelne Euro, wir sind schliesslich davon ausgegangen, dass wir ab heute Abend mit Franken zahlen würden. Also geht der Bär auf die Suche nach einem Bancomaten, was ja an einem Bahnhof nicht allzu schwierig sein sollte.

Aber interessanterweise konnte mir keine der angesprochenen Personen sagen, wo der zu finden sei. Die Ticketautomaten der Bahn wurden mir mehrmals als Ziel angegeben. Derweil wartet das Heidekraut beim Taxi mit dem Gepäck und wird schon deutlich unruhig, als der Bär nach einem ersten Suchlauf ohne Erfolg zurück kommt. Der Taxifahrer kann mich dann doch etwas präziser einweisen und so finde ich auch den Geldautomaten, der mir noch 50 Euro ausspuckt.

Mit diesen gelange ich zurück zum Taxifahrer, kann ihm zumindest Kleingeld für den ungeraden Betrag geben und dazu den 50€-Schein, auf dass er mir noch 40€ zurückgeben sollte. Jetzt stellt er aber fest, dass er nicht genügend Wechselgeld hat! Zuletzt muss ein Kollege von einem anderen Taxiunternehmen ihm den Schein wechseln.

Zum Schluss erreichen wir den Zug auch immer noch mit etwas Zeitreserve, die man aber auch benötigt, wenn man weiss, wie es an so einem Grossbahnhof zugeht. Dazu kommt, dass der Zug in geänderter Wagenreihenfolge (einfach umgekehrt) einfährt. Wir haben zum Glück frühzeitig Kenntniss davon und können uns ersparen, vom einen zum anderen Ende des Bahnsteigs die Länge eines ICE abzumessen.

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