Die längste Reise beginnt mit einem Schritt

Es ist eine alte Weisheit, sie wird Konfuzius zugeschrieben, aber sie eben auch wahr. Wir können nach zwei Jahren endlich wieder einmal auf eine grössere Reise gehen. Mama Heidekraut liegt uns schon länger in den Ohren, weil sie doch wieder eine Seereise unternehmen will. Allerdings ist auch sie in der Zeit etwas älter geworden und durch einen Unfall im vergangen Jahr auch etwas weniger mobil.

So war denn die Reise mit der Bahn in die Freie und Hansestadt Hamburg schon einmal eine ziemliche Herausforderung. 3 Personen, 1 davon mit Rollator, 3 grosse Gepäckstücke und 3 Rucksäcke mussten mit einem Taxi zum Bahnhof, 2x von einem Zug zum nächsten und dann wieder mit einem Taxi zum Hotel am Ziel gebracht werden.

Das erste Taxi hat dann schon deutlich gemacht, wo die Herausforderung liegen kann. Bei der Bestellung hatte der Braunbär deutlich mitgeteilt, dass 3 Personen auf Reisen gehen mit 3 Koffern und einem Rollator, der Wagen war dann wenig grösser als ein Smart forfour; die Rückbank bietet Platz für 3 Personen gemäss Zulassung, allerdings müssten es Kinder sein, die aber keinen Kindersitz mehr benötigen. Der Kofferraum hätte wohl grad 2 Koffer aufnehmen können, aber dann hätte der Rollator zuhause bleiben müssen. Der Fahrer meinte, er könnte Mama Heidekraut erst mal mit dem Gepäck fahren (z.T. auf der Rückbank) und uns in einer zweiten Fuhre transportieren. Die Zeit wäre auch vorhanden gewesen, aber dann hätten wir die betagte Frau mit dem Gepäck beim Bahnhof warten lassen müssen, kein angenehmer Gedanke. Zum Glück ist die gute Fee des Haushalts auch da gewesen, die uns beide dann gleichzeitig zum Bahnhof bringen konnte. Auch in Hamburg wollte uns erst ein Taxichauffeur aufnehmen, der dann doch kapitulieren musste angesichts des Gepäcks, hier sind aber noch einige andere Fahrzeuge mit Fahrern vor Ort gewesen, so dass sich das Problem leicht lösen liess.

Fazit: Mama Heidekraut war am Abend geschafft. Sie ist seit dem Sturz vor einem Jahr nie mehr so viel marschiert an einem Tag. Dank der regelmässigen Physiotherapien war sie aber überhaupt in der Lage, diese Reise zu bewältigen, Chapeau.

Der eine oder andere mag einwenden, dass das Ganze mit Flügen einfacher gewesen wäre. Aber wir hatten auch schon einmal umsteigen müssen bis zum Flughafen, hätten da längere Wege gehabt (selbst mit Transporthilfen) und hätten in Hamburg auch wieder erst in die Stadt fahren müssen. Auch wenn wir länger im Zug sitzen als im Flugzeug ist es dann doch mit weniger Umständen verbunden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s