Urtümliche Hirsche

Wir hatten uns schon erhofft, irgendeinmal auf unserer Reise einem solchen kapitalen Tier über den Weg zu kommen. Auch wenn es eine (Elch-)Kuh gewesen wäre, hätte uns das sehr glücklich gemacht. Die einzige Begegnung mit so einem Tier war auf dem Teller, aber natürlich nur ein winziges Stück davon.

In Vimmerby (klingelt’s?) gibt es nicht nur Astrid Lindgrens Värld (auch das ist kein Verschreiber), auf dem Hof Virum werden Elche gehalten. Warum nicht eine Begegnung organisieren, wenn sie nicht auf natürlichem Weg zustande kommt?

Auch wenn der Zeitplan für den heutigen Tag dadurch sportlich wird, sollten wir doch heute auch noch Göteborg erreichen. Wir haben uns entschieden, den kleinen Abstecher von der Route zu machen. Die Touren auf dem Hof starten erst um 11 Uhr, also sind wir nicht zu spät. Leider geht aber die nächste erst in 30 Minuten, so haben wir noch Zeit, uns um die Kirschbäume in der Gegend zu kümmern. Diese scheinen wild zu wachsen, es sind kleine Kirschen, und auch nicht geerntet zu werden. Sie schmecken ganz gut.

Die Tour besteht aus der Fahrt in einem 1-Achs-Anhänger mit der Bestuhlung eines Pinzgauers der Schweizer Armee. Von diesen sind 6 an den Traktor angekoppelt, der über die Weiden durch 2 Tore fährt und die Fahrgäste zu den Elchen bringt. Als Lockmittel hat der Ranger vorher an die Frauen und Kinder Laub von Weiden abgegeben, das sei für die Tiere ein Leckerli. Natürlich wissen die Elche auch, dass es da zu fressen gibt und so trotten sie daher, allen voran die Kühe. Die Stiere folgen etwas später und die grösseren unter den Kälbern müssen sich wohl erst noch überwinden. Das kleinste unter ihnen bleibt in den Bäumen versteckt, es nimmt vielleicht noch gar keine feste Nahrung zu sich.

Nachdem das Laub verfüttert ist verteilt das Personal hier noch Kartoffel- und Apfelstücke unter den Gästen, die wir den Elchen verfüttern können. Die lange Nase ist einfach urtümlich und der Kopf einfach riesig. Das Tier kann fast eine Tonne schwer werden und ist doch sanft. Wenn Du das Futter festhältst, sind es nur die Lippen, die versuchen,dazu zu kommen. Und sie riechen auch, ob Du etwas in der Hand hältst oder nicht, keine Frage. Das Geweih ist noch mit einem feinen Pelz überzogen, den sie sich erst später abscheuern.

Auch wenn wir uns über eine Begegnung in der freien Natur wesentlich mehr gefreut hätten, es war ein tolles Erlebnis, diese sanften Riesen hier zu erleben.

Ein Gedanke zu “Urtümliche Hirsche

  1. Liebe Erika und Urs

    Eure Berichte sind wirklich super. Herzlichen Dank! Wir geniessen einige Tage in Baveno am Lago Maggiore. Elche sind uns zwar auch keine über den Weg gekrochen, dafür aber Spaghetti, Pizza und Pasta. Freuen uns auf ein Wiedersehen. Liebe Grüsse, Urs, Ruth, Sonu und Ruth

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