Kirunavaara

Der Berg, den die Sami Kirunavaara nennen, trägt eigentlich den Namen des Schneehuhns, für die Sami das Symbol für alle Bergvögel. Daneben steht der Loussavaara, der Lachsberg. Auch der LAchs ist ein bedeutender Fisch für die Sami.

Die Schweden nennen den Kirunavaara dann Kirunaberget und der hat dann wohl den Namen dem Ort gegeben, der durch den Berg erst entstanden ist. Vor 250 Jahren gab es da wohl gerade ein paar Hütten der Sami. Ende des 18.Jh haben die schwedischen Könige der Zeit das Land auf Mineralien untersuchen lassen und Expeditionen ins Land gesandt.

Ein alter Sami konnte den Fremden zeigen, wonach sie suchten, der Kirunavaara bestand aus hochwertigem Eisenerz, ein äusserst wertvoller Fund. Bald wurde das kostbare Material abgebaut, im Tagebau, es lag ja offen da. Anstelle des Bergs war dann mit den Jahrzehnten und Jahrhunderten eine offene Grube und es war immer noch Eisenerz zu finden. Man begann, das Material unter Tage abzubauen. Lange Tunnel wurden in den Berg gegraben, viele Kilometer Verkehrswege (Strasse und Schiene) wurden eingebaut. Das Erz wird heute in einer Tiefe von mehr als 1000m, also deutlich unter dem Meeresspiegel, abgebaut. Dabei wird es im Berg zerkleinert bevor es an das Tageslicht gefördert wird. Dort wird es zu Pellets verarbeitet, die dann mit der Bahn nach Narvik oder Luleå gebracht werden. Jeden Tag werden 10 Züge nach Narvik gefahren, jeder mit 68 Waggons, die jeweils 100t Pellets enthalten. Pläne für den nächsten Schritt, d.h. mehrere hundert Meter tiefer, stehen vor der Vollendung. Bis heute weiss man nicht, wie tief die Schicht in die Erde reicht, man weiss, dass sie mindestens bis in 2000m Tiefe geht. Hier lagert der grösste Eisenerzkörper, der weltweit bekannt ist.

Der Bergbau ist der Grund, warum hier eine Stadt entstanden ist, er ist aber auch der Grund, warum diese Stadt in den kommenden Jahren um einige Kilometer verschoben werden muss. Das neue Rathaus wird in diesen Wochen fertiggestellt, im August soll das alte gesprengt werden, ein Gebäude, das einst mit einem Architekturpreis ausgezeichnet wurde.

Wir haben die Mine heute besucht und sind über 300m in die Tiefe gefahren worden, wo uns  die Geschichte des Bergbaus in Kiruna und besonderen Bedingungen hier gezeigt wurde.

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