Knivskjellodden 71°11‘08“N, 25°40‘32“E

Das Nordkapp ist an sich eine (doppelte) Mogelpackung. Erstens liegt es auf einer Insel und ist darum nicht wirklich ein Kap als Wendepunkt der Küstenlinie eines Kontinents oder des Festland. Dazu ist es auch nicht der nördlichste Zipfel der Insel. Dieser liegt etwas westlich auf einer Landzunge, die doch etwa 1km näher an den Nordpol reicht. Das Nordkap ist aber das nördliche Ende des Strassennetzes in Europa. Aber als markante Klippe war das Nordkap immer eine wichtige Landmarke zur Orientierung

Wir wollten heute bei gutem Wetter auch die Lücke schliessen, den nördlichsten Punkt von Norwegen gesehen zu haben. Dieser ist jedoch ausschliesslich zu Fuss zu erreichen. Startpunkt ist ein Parkplatz etwa 10km vor dem Nordkap. Der Weg ist etwa 9km lang und endet ca. 300m tiefer. Zuerst ist aber eine hügelige Hochebene zu überqueren, es geht immer wieder aufwärts und dann wieder abwärts in Nordwestlicher Richtung. Das Gelände ist unübersichtlich, es hat überall Senken und Moore, die nicht immer gleich als solche zu erkennen sind. Auch wenn der grobe Verlauf des Weges mit Steinmännern markiert ist, im Detail muss man ihn stellenweise suchen. Später wendet sich der Weg nach Norden und führt ein kleines Tal hinunter in die Bucht, die zwischen Nordkap und Knivskjellodden liegt. An dieser entlang geht der Weg nun über Granitfelsen, die offensichtlich unter dem Kalkschiefer liegen und die hier einen mässig geneigten Hang bilden. Teilweise sind die Felsen auch wieder von Moorpflanzen bedeckt, manchmal sinkt man ordentlich ein. Am Ende steht man vor dieser Pyramide, auf der die nördliche Breite vermerkt ist. Dass man weiter nördlich ist als das Nordkap, zu dem man hinüber sehen kann, erkennt man auch daran, dass dahinter auch die Landzungen bei Mehamn sichtbar werden.

Wir geniessen das angenehme Wetter und das Picknick hier und machen uns dann auf dem selben Weg zurück. Der Wind ist stärker geworden und bringt Nebelschwaden mit sich. Wenn hier Nebel die Sicht srnsthaft einschränkt, ist die Orientierung ohne GPS-Gerät problematisch. Wir haben zumindest auf den Uhren GPS-Informationen mit der Darstellung des Weges, den wir gegangen sind und ausserdem ist die Sicht immer gewährt, weil der Nebel über den Boden wegzieht.

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