Unsere heutige Herausforderung

Für den heutigen ersten Reisetag haben wir uns eine besondere Herausforderung gestellt, eine die unseren üblichen Reisegepflogenheiten doch deutlich widerspricht:

Ist es möglich, mit einem Elektromobil in einem Tag von zuhause bis nach Hamburg zu fahren? das sind immerhin nahezu 1000km, 930km auf dem Planer um genau zu sein. Es ist eine Strecke, die mit einem Auto in einem Tag zu schaffen ist, aber doch an der oberen Grenze liegt, wenn man von einem Reisetag und nicht von einem Renntag ausgeht.

Wir sind wie geplant morgens um 7 Uhr zuhause gestartet und kamen gut voran, nach etwas mehr als einer Stunde haben wir die Grenze überquert und konnten bei mässigem Verkehr in nödlicher Richtung weiterfahren. Nach etwa 2.5 Stunden haben wir in Achern unseren ersten Ladepunkt erreicht und 260km zurückgelegt gehabt. Der Supercharger dort ist bei einem Autohof platziert, so dass man sich hier durchgehend selber auch verpflegen kann. Ein Ladestop von ca 40 Minuten war hier vorgegeben. Wir trinken etwas und essen etwas kleines und ruhen uns aus. Danach fahren wir weiter nach Norden auf der A5 an Frankfurt vorbei. Der Verkehr ist weiterhin ruhig, lediglich die Baustellen führen zu etwas stockendem Verkehr. Nach weiteren 2.5 Stunden können wir ebenfalls an einem Autohof weniger als einen Kilometer von der Autobahn entfernt in Mücke (das heisst wirklich so, liegt im nördlichen Taunus) beim Charger vorfahren. Jetzt war es kurz nach Mittag und Zeit für das Mittagessen. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, Burgergrill oder Restaurant zu Auswahl. Wir essen im Restaurant einen Salat mit Thunfisch und können nach einer knappen Stunde mit voll geladenem Fahrzeug weiterfahren. Wir folgen der A5 und A7 weiter in Richtung freie und Hansestadt Hamburg, queren die Werra und erreichen nach 2 Stunden und gut 200km Fahrt Rhüden am Harz, wo wir wieder wenige hundert Meter von der Autobahn weg auf dem Autohof die Supercharger finden. Hier sind noch 20 min Ladestop angesagt. Wir machen eine halbe Stunde Pause in der wir wieder etwas trinken und uns ausruhen, bevor wir das letzte Stück in Angriff nehmen. Weil hier grad einige Kilometer Stau beginnen, fahren wir erst ein Stück auf der Landstrasse bis Holle, bevor wir wieder auf die Autobahn fahren. Auf dem letzten Abschnitt ist der Verkehr am dichtesten, wohl auch durch die vielen Baustellen bedingt. Kurz vor 7 Uhr abends erreichen wir unser Hotel im Herzen der Stadt. Wir haben in 12 Stunden 970km mit dem Auto zurückgelegt, davon etwas mehr als 2 Stunden am Charger gestanden. Auch hier komme ich zum Schluss, dass wir diese Pausen mit jedem anderen Fahrzeug auch gemacht hätten und wohl auch nicht kürzer.

In Deutschland sind die Charger günstig bei der Autohöfen angeordnet, so können sie auch ohne die Autobahn zu benützen gut erreicht werden, sind aber immer noch nahe an dieser Hauptverkehrsachse gelegen. Dabei hat es bei allen heute besuchten Autohöfen auch andere Ladesäulen gehabt, so dass jedes Elektrofahrzeug hier geladen werden kann. In Rhüden haben wir am Charger auch ein Ehepaar aus Norwegen angetroffen, die auf dem Weg in die Schweiz waren, 1 Woche in Gstaad, ich hoffe, sie werden schönes Wetter haben in unserer Heimat.

Vieleicht fragt sich der eine oder andere, warum wir im Herzen von Hamburg nächtigen. Des Bären erstgeborene Tochter lebt seit mehr als 10 Jahren in der Stadt und wir nutzten die Gelegenheit für ein gemeinsames Nachtessen und schönen Gesprächen.

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