MMM zum zweiten

Nach unserem Besuch in der Burg Sigmundskron bei Bozen haben wir heute das Schloss Juval im Vinschgau besucht.

Das Schloss aus dem 13 Jh steht am Eingang zum Schnalstal, einem langen und wichtigen Seitental des Vinschgau. Hier haben bereits in der Kupferzeit Menschen gewohnt. Das Schloss wurde von einem Raubritter (so der Museumsführer) erbaut. So konnte er den Verkehr ins Schnalstal kontrollieren. Besucher wurden früh gesichtet und konnten entsprechend empfangen werden, mit Wein, Weib und Gelage die Einen, mit Pech und Pfeilen die Anderen.

Nach einigen 100 Jahren und mehreren Erweiterungen und Umbauten wurde das Schloss aber verlassen, zu beschwerlich war es, dahin zu kommen. So zerfiel das Schloss weitgehend, bis es vor etwa 100 Jahren ein Kolonialherr aus Fernost sah. Er verkaufte seine Besitzungen in Malaysia und stellte Schloss Juval wieder her. Leider konnte er mit seiner Familie nur wenige Jahre wohnen, die Faschisten zwangen ihn, das Land zu verlassen. Wieder nagte der Zahn der Zeit.

Heute gehört das Schloss der Familie von Reinhold Messner, die in den Sommermonaten hier wohnt. Er hat es erneut herrichten lassen, wie wir finden mit viel Respekt vor der Geschichte des Baus. Hier hat er auch seine ersten Erfahrungen mit dem Betrieb eines Museums gemacht. Dieser Teil des MMM ist den heiligen Bergen der Welt, schwergewichtig der tibetischen Kultur gewidmet. Es ist nur ausschliesslich im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Auch dieser Besuch ist seine Zeit absolut Wert und sehr empfehlenswert.

 

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