Kupferzeit

Heute waren wir in Bozen und haben das Archäologische Museum Südtirols besucht. In diesem dreht sich alles um die Gletschermumie, die 1991 gefunden wurde und später als Ötzi bekannt wurde.

Am 19.September 1991 hat ein deutsches Ehepaar auf einer Tour am Tisenjoch einen dunklen Gegenstand im Eis entdeckt. Sie dachten erst an Müll und wollten ihn wohl einpacken. Dann erkannten sie, dass es sich um eine Leiche handelt und sie meldeten den Fund abends in der Hütte. Die Polizei barg die Leiche und schätzte das Alter auf 100 Jahre. Es wurde vermutet, dass es sich um die Leiche einer vermissten Person handelt und wollte sie identifizieren. Glücklicherweise hat der Gerichtsmediziner einen Prähistoriker beigezogen, bevor die unbekannt gebliebene Leiche bestattet wurde. Dieser erkannte, dass es sich um eine wesentlich ältere Leiche handelt. Erst die Analyse von Gewebeproben ergab, dass dieser seit über 5000 Jahren dort gelegen hat. Nur glückliche Umstände führten zu dieser Art Mumifizierung: Die Leiche wurde bald von Schnee bedeckt, die klimatische Veränderung führte zu Gletscherbildung, in dem die Leiche eingepackt wurde. Weil sie in einer kammnahen Senke lag, wurde sie auch nicht vom Eis talwärts bewegt und zerstört. Und Glück war es auch, dass sie gefunden wurde, als der Gletscher die Leiche wieder freigab.

Bei der Bergung wurden in Unwissenheit auch einige Fehler gemacht: Der Bogen wurde zerbrochen, weil er zu lang war und der rechte Arm gebrochen, um die Leiche in den Sarg legen zu können, in dem sie in die Gerichtsmedizin gebracht wurde.

Trotzdem ist es  erstaunlich, was in den letzten 27 Jahren über diesen Menschen zu Tage gebracht wurde. Nach den jüngsten Erkenntnissen wurde er mit einem Pfeil tödlich verletzt da wo er starb. Es gibt viel zu erfahren über Ötzi. Das Museum ist einen Besuch absolut Wert.

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