Freundliche Carabinieri

Das Heidekraut hat vor der Fahrt nach Siena recherchiert und einen Elektro-Lade-Parkplatz in Zentrumsnähe gefunden, auf der Piazza Mercato, dem Marktplatz. Die Adresse haben wri auch im Navi eingetragen und los geht’s. Es sind von Pentolina etwa 20km bis in die historische Stadt und das System weist uns zielgerichtet den Weg. Bald kommen wir in die historische ALtstadt, die Strassen werden eng und steigen steil an. Wer bereits in der Toskana war, weiss was das bedeutet. Klar gibt es auch einschränkende Verkehrsschilder, aber als Benützer des Lade-Anschlusses gehören wir wohl zu den „Authorizati“, nehme ich mal an. Die Strassen werden noch enger und wir müssen 2x rechtwinklig abbiegen in eine Quergasse, die wenig breiter ist als unser Auto, eine kleine Challenge. Die Richtige steht uns aber nach der 2. Abbiegung bevor, diese Gasse ist ein wenig breiter, aber kreuzen mit einem entgegenkommenden Fahrzeug, nicht möglich. Füssgänger deuten uns, dass wir hier in der falschen Richtung unterwegs wären, doch das entsprechende Schild kann ich nirgends finden. Nun hat uns schon ein Carabinieri erblickt und bittet freundlich um Plastik und die Fahrzeug-Papiere.  Die Kommunikation läuft in englischer SPrache, wobei die Schnittmenge unser beider Wortschatz gerade gross genug ist. Er bittet mich, ihm zu folgen. Mangels Platz zum Wenden muss ich rückwärts fahren, hier kommt die Kamera hinten gut zum Zug. Auf einem Platz vor einer Kirche und direkt vor der Filiale der Monte dei Pasci di Siena (Banca dal 1472) heisst er mich, das Auto abzustellen und zu warten. Wie wir später feststellen sind wir hier in unittelbarer Nähe zur Piazza del Campo.

Das Heidekraut ist etwas verzweifelt, weil es uns in eine (aus seiner Sicht) ungemütliche Lage gebracht habe. Der Bär hälts mit Balou, (nimm’s mit Gemütlichkeit), erklärt dem später dazugekommenen Polizisten und seiner Kollegin (die ist hin und weg beim Anblick des Tesla) warum er hier mit dem Auto gefahren ist. Dieser erklärt mir darauf, dass das nur Anwohnern und hier Arbeitenden erlaubt wäre und macht sich an die Schreibarbeit. Wir müssen eine Busse entrichten: 56€70ct. Zum Glück darf er Wechselgeld aus seinem Geldbeutel geben! Zum Schluss erklärt er uns noch, wie wir auf einen Parkplatz kommen können, zu dem wir auch hinfahren dürfen. Nikola konnte jetzt nicht gefüttert werden (was aber bei der Fahrleistung des heutigen Tages auch nicht wirklich vonnöten war) aber wir waren immer noch sehr nahe der Stadt stationiert und konnten die Erkundung starten.

Einmal mehr bestätigt sich meine Erfahrung mit Polizisten in mehreren Ländern: Auch wenn sie Dich bei Fehlverhalten ertappen, bleib ruhig und freundlich, so sind sie es auch mit Dir. Sie tun auch nur ihre Arbeit und wenn Du Dich ärgerst, weil sie Dich erwischt haben, so ist es in erster Linie Dein Fehler, also ärgere Dich über Dich selber oder lass es einfach bleiben.

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