Kartagena

Die Hafenstadt in Kolumbien ist der erste Stop der Hanseatic auf dieser Reise. Wir haben einen ganzen Tag auf See hinter uns gebracht und kommen morgens während des Frühstücks hier an.

Das Wetter ist heiss und feucht, es gibt hier keine Jahreszeiten, es ist immer dieser Sommer. Kartgena ist der bedeutendste Hafen im nördlichen Südamerika und er war es bereits zu Beginn der europäischen Kolonialisierung durch die Spanier. Diese haben hier vor allem das Gold gesucht und die Gräber der Indios, in denen Gold als Grabbeigaben lag, geplündert und riesige Goldschätze zusammengetragen und ins Mutterland gebracht. Damit wurde der aufwändige Lebensstil vom Hof und die Kriege und Sicherheitsapparate unterhalten. Auch die Edelsteine aus der neuen Welt kamen so nach Europa. Daneben blühte hier auch ein anderer Handel: der mit den Sklaven. Die frische Ware wurde aus Afrika in schwimmenden Särgen hergekarrt, kaum die Hälfte der gefangenen Menschen kamen lebend hier an. Sie wurden weiterverkauft zur Arbeit in Minen, auf Plantagen usw. Behandelt wurde sie auf dem Markt wie Tiere.

Hier in Kartagena haben die Spanier ein riesiges Fort errichtet, das die Schätze, die hier zusammengetragen wurden, beschützen sollte. Auch wenn die Engländer die Stadt zeitweilig besetzen konnte, so konnten sie die Festung oben auf dem Hügel nicht erobern, obschon sie mit mehr als 10mal so vielen Soldaten hierher gekommen waren. Die Festung ist auch das grösste Bauwerk, das die Spanier auf dem ganzen Kontinent errichtet haben.

Die Altstadt ist heute als Weltkultur-Erbe der Unesco registriert und steht unter dem entsprechenden Schutz. Enge Strassen und hölzerne Balkone an den Häusern, Holzgitter vor den Fenstern prägen das Bild. Daneben gibt es eine neue City, die von den Einheimischen gerne als little Miami bezeichnet wird. Uns hat es ein bisschen an Melbourne oder auch Manhatten erinnert… Hier leben aber vor allem Amerikaner im Ruhestand, für die Einheimischen ist das Pflaster zu teuer.

Die Einfahrt in den Hafen von Kartagena führt durch enge Passagen zwischen vorgelagerten Inseln hindurch.

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