Curaçao

In der südlichen Karibik liegen die ABC-Inseln Aruba, Bonaire und Curaçao. Letztere ist Teil des Königreichs Niederlande, nicht aber der Europäischen Union. Sie hat ihr eigenes Parlament und Regierung. Die Insel ist 65km lang und streckt sich von Nordwest nach Südost auch etwa 65km vor der Küste Venezuelas.

Die Insel ist zwar recht grün, aber der Boden ist karg und wohl nicht für Landwirtschaft geeignet, ausserdem fällt mit jährlich 500mm der Niederschlag eher gering aus. So müssen alle Güter für die etwa 160 000 Einwohner importiert werden. Eine Öl-Raffinerie verarbeitet venezolanisches Rohöl zu Benzin und anderen Produkten, die dann zum grossen Teil wieder exportiert werden. Daneben scheint der Tourismus ein wesentlicher Pfeiler der Wirtschaft hier zu sein. Mit Temperaturen von ganzjährig etwa 30° am Tag und 27° Nachts ist es für Sonnenhungrige und Wärmeliebende ein Paradies.

Die spanischen Entdecker Amerikas haben die Insel wohl als erste Europäer besiedelt. Sie brachten Valencia-Orangen mit zum Anbau. Weil diese hier nicht geniessbare Früchte ergaben wurde die Insel bald nicht mehr interessant gefunden und weitgehend verlassen. Die Holländer haben sie im 17. Jh. für sich entdeckt, weil die auf der Südwestseite einen grossen natürlichen Hafen bot, der auch für grosse Schiffe Platz bot, ist doch die Einfahrt mindestens 15m tief. Eine Schlucht in den Felsen der Küste, die aussieht wie der Kanal von Korinth, aber natürlich entstanden. Dahinter breitet sich ein verzweigtes Seebecken aus wo heute einerseits Werftanlagen (auch zur Verschrottung von Schiffen) und eben die Anlagen der Raffinerie angelegt sind. Die Niederländer haben die Einfahrt mit einem Fort gesichert und auch den Hafen mit einer Bastion hoch auf einem Hügel, der den ganzen Hafen überblickt. Über den Kanal schwingt sich eine Bogenbrücke von 56m Höhe, so dass Schiffe passieren können. Grosse Kreuzfahrtschiffe aber sind zu hoch und müssen an der offenen Küste anlegen. Die Stadt Willemstad ist beidseitig bei der Einfahrt zum Hafen angelegt. Eine schwimmende Brücke verbindet beide Seiten. Um Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen, kann sie zur Seite geschwenkt werden. Die Hanseatic liegt hinter dieser Brücke und so können wir erleben, wie sie sich öffnet, um uns passieren zu lassen. Die Altstadt hier ist Unesco Weltkulturerbe, die Häuser sind zum grossen Teil von der Regierung gekauft und renoviert worden und werden heute vermietet um weitere Projekte dieser Art finanzieren zu können.

Hier startet unsere Kreuzfahrt mit der Hanseatic durch den Panama-Kanal.

 

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