Bryggen

Bergen in West-Norwegen wird oft als die heimliche Hauptstadt des Landes bezeichnet. Es war auch in früheren Zeiten die Residenzstadt der Könige und so gesehen auch Hauptstadt des Reichs.

Vor allem aber war Bergen der Ort, von dem die Erzeugnisse des Landes exportiert wurden. Der Hanse-Städtebund  hat darum hier schon früh einen Handelsplatz erstellt und betrieben. Vor allem Stockfisch und Tran wurden aus den nördlichen Revieren hierher gebracht und vor allem gegen Getreide und Mehl eingetauscht. Die Kaufleute der Hanse brachten den Fisch weiter in den Süden, nach Lübeck, Hamburg oder Bremen und dann weiter ins Innere des Kontinents. Bryggen war hier in Bergen das Viertel der Hanse, eine Stadt in der Stadt mit eigenen Gesetzen und Regeln. Die Norweger durften diese nur betreten, wenn sie etwas kaufen oder verkaufen wollten. Die Kaufleute und Arbeiter der Hanse waren ungebundene Männer, die später wieder in ihre Heimat gingen, wenn sie eine Familie gründen wollten.

Die Speicherhäuser der Hansestadt standen eng zusammen direkt am Hafen. In diesen war kein offenes Feuer erlaubt wegen der Brandgefahr. Also gab es auch kein Licht und keine Möglichkeit zu kochen. Gekocht und gegessen wurde in den Versammlungs-häusern, die etwas weiter vom Hafen entfernt lagen. Bryggen war später auch von einer Mauer umgeben und abgeschlossen.

Wir waren im Clarion Collection Hotel Havnekontoret, das ganz offensichtlich in dem Gebäude errichtet wurde, das eben früher der Hafenkontor der Hanse war. Im Turm mit dem Blick über dieses Hafenbecken sind auch die Pläne für den Ausbau der Hafenanlagen ausgestellt. Hier wurden alle Waren die ankamen und die den Hafen verliessen erfasst und den Schiffen die Liegeplätze zugewiesen.

Hier und da wird Bergen auch als Hansestadt bezeichnet. Sie gehört heute auch dem modernen Hanse-Städteverbund an. Andere Quellen bezeichnen Bergen lediglich als Handelsplatz der Hanse.

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