Oslo

Heute sind wir wieder einmal zu einer etwas längeren Reise gestartet. Gegen Mittag startete unser Flieger in Zürich nach Oslo. Nach gut 2 Stunden Flugzeit landeten wir in der Hauptstadt Norwegens.

Am Gepäckband des Flughafens werden mehrere Flüge am selben Band zur selben Zeit „abgefertigt“. So hat man leicht den Eindruck, dass alle anderen ihr Gepäck haben, nur Du selber nicht. Aber nach etwa 30 Minuten kommt es dann doch aus der Tiefe.

Die Einreise geht ganz einfach. Es gibt keinerlei Passkontrolle. Wir wollen mit der Bahn in die Stadt fahren. Am Informationsschalter erfahren wir jedoch, dass heute keine Züge fahren, wohl wegen Bauarbeiten. Hier scheint es nicht möglich zu sein, bei laufendem Betrieb an den Geleisanlagen zu arbeiten. Wir fahren darum mit dem Bus, der uns ins Stadtzentrum bringt. Das Hotel ist danach nicht mehr weit und wir werden herzlich empfangen.

Jetzt ist es früher Nachmittag und wir wollen uns noch etwas bewegen. Weil die Wettervorhersage für morgen nicht gerade rosig ist, entschliessen wir uns, zum Holmenkollen zu fahren und uns die Anlagen dort anzusehen.

In einer neuen Stadt muss man dabei immer erst herausfinden, woran man die Untergrundbahnhöfe erkennt. Dazu suchen wir das Nationaltheater, wo ein solcher zu finden sein sollte. Nach kurzem Suchen fragen wir mehrere Personen, bis wir eine Einheimische finden, die uns sagen kann, wo wir ihn finden. Hier sind sie dezent mit einem schwarzen „T“ in weissem, rundem Schild zu erkennen. Als nächstes gilt es herauszufinden, wie man zu einem Ticket kommt. Dazu gibt es auch hier Automaten. Der erste scheint nicht zu funktionieren, der Bildschirm bleibt monochrom. Beim zweiten kommen wir schon weiter, aber die Frage, wie viele Zonen wir lösen wollen, können wir nicht beantworten. Wieder Suche nach Hilfe, aber der Security-Mann kann uns lediglich sagen, wo wir bedient ein Ticket erstehen können. So finden wir dann heraus, dass es nur 1 Zone ist bis zum Holmenkollen. Die Metro ist im Zentrum im Untergrund, kommt aber schon bald ans Tageslicht und führt uns dann stetig ansteigend hinauf auf den heiligen Berg der Norweger. Nicht heilig wie der Fuji für die Japaner, aber eine Art Nationalheiligtum des Nordischen Skisports.

Von der Metro-Station geht man nicht weit und schon steht man an der imposanten neuen Sprungschanze, die wir sonst von Sportübertragungen her kennen. Eigentlich ist es wie ein Amphitheater, in das die Athleten hineinfliegen und auf der anderen Seite gleich wieder herausfahren. Die Tribüne ist oval um den tiefsten Punkt des Auslaufs herum gebaut und die Zuschauer sehen die Springer wohl wirklich auf sich zufliegen. Zum Schanzentisch hin gibt es weitere Plätze, von denen man die Sportler seitlich vorbeifliegen und ihnen danach hinterher sehen kann. Im Sommer kann man hier mit einer 360m langen Tirollienne vom Sprungturm über die ganze Schanze zum oberen Ende des Auslaufs „fliegen“. Leider ist es heute zu spät dafür.

Gleich neben an ist das Langlauf- und Biathlon-Stadion, wo die Langläufer immer wieder durchlaufen und die Biathleten ihre Schiesseinlagen absolvieren. Hier können wir am Schiessplatz stehen und zu den Scheiben hin sehen. Die handteller-grosse Trefferfläche (für das Stehendschiessen!) in 50m Entfernung sieht sehr klein aus und die Trefferfläche für die Liegend-schützen ist dann noch halb so gross. Auch heute gibt es hier Läufer, die ihre Runden auf Rollen drehen und ein junger Mann trainiert beim Schiessen. Wo im Winter die Loipen sind, gibt es einen asphaltierten Weg im Sommer, so das die Sportler das ganze Jahr trainieren können. Wir gehen noch zur Kapelle auf dem Berg, die jedoch leider geschlossen ist, und danach zum Nachtessen im Restaurant hier.

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