Sark

Eine der kleineren Inseln im Kanal ist Sark. Sie liegt etwa 6.5 Seemeilen östlich von Guernesey, die Überfahrt mit dem Schiff dauert knapp eine Stunde, auch weil das Schiff um die Insel Sark herum fahren muss, der Hafen liegt auf der Ostseite der Insel.

Am Tag unseres Besuchs findet auch die Beerdigung des Seigneurs von Sark statt, der im Alter von 88 Jahren wohl am Wochenende verstorben ist. Der Seigneur hat die Insel von der Königin zum Lehen, er hat ihr gegenüber gewisse Pflichten. Demgegenüber gibt er Landparzellen an Lehnherren weiter. Es gibt auf Sark kein Grundeigentum, jeder der Bewohner ist in einem Lehn- oder Pachtverhältnis letztlich der Krone unterstellt. Dabei gehört die Insel zur Bailiwick (Vogtei) von Guernesey. Hier gibt es das letzte Feudalsystem in Europa.

Es gibt eine Art Parlament auf der Insel, seit 2008 werden die Conseillers des Chief Pleas von den Bewohnern gewählt. Deren Befugnisse sind jedoch stark eingeschränkt und in vielem kann der Seigneur mitbestimmen.

Die Insel ist sehr ländlich geprägt. Es gibt keine Motorfahrzeuge ausser die Traktoren, die auch für die Transporte von Hafen zum Village eingesetzt werden. Auch diese Insel ist recht hügelig und die Küsten sind zu allen Seiten steil und hoch. Um zu verschiedenen Plätzen zu gelangen, empfiehlt es sich, hier ein Fahrrad zu mieten. Die Strassen sind nicht asphaltiert (wozu auch) und werden auch von Pferdekutschen befahren. Sie lässt sich aber auch gut erwandern. Wir haben uns für die Fahrräder entschieden. Als erstes haben wir Sarkhenge besucht. Dies ist ein Steinkreis auf einem Sporn der Insel. Danach sind wir zu der La Coupe gefahren, dem Verbindungsgrat zwischen dem grossen Teil der Insel und Little Sark, dem kleineren Anhängsel im Süden.

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La Coupe

Die Verbindungsstrasse hier führt fast 100m oberhalb von Stränden auf beiden Seiten. Hier gibt es erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts Geländer.  Nach 1945 haben deutsche Kriegsgefangene die Strasse neu betoniert. Sie ist so schmal, dass ein Traktor nicht mit einem Fahrrad kreuzen kann. Danach sind wir zum Window in the Rock gefahren. Dann war es Zeit, zum Ort zurückzufahren, wo wir Mama Heidekraut treffen sollten zum Mittagessen. Mit einer Pferdekutsche sind wir mit ihr zusammen zu den Gärten der Seigneurie gefahren, wo es auch ein kleines Cafe hat. Leider bietet dieses lediglich bis etwa 2 Uhr Sandwiches und ähnliches an. Also müssen wir uns mit Cream Tea und Icecream begnügen. Danach geht es zu Fuss wieder zurück ins Village und zum Hafen hinunter.

Den Tag beschliessen wir mit einem Abendessen in St. Peter Port.

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