Hilfsbreitschaft

Wir haben heute, entgegen unseren Plänen, einen Abstecher nach Melbourne gemacht. Grund waren kleinere Probleme mit unserem Fahrzeug, die in der Geschäftsstelle in Melbourne behoben werden sollten. Einerseits war es ein Riss in der Windschutzscheibe (keine Ahnung, woher), ein Problem mit der Klimaanlage der Camperkabine (seit Beginn) und immer noch das Problem mit dem Dieselfilter.

Während unser Auto also in der Reparatur war, haben wir die Innenstadt von Melbourne besucht. Als Erstes mussten wir unsere australischen Handys nachladen, danach wollten wir noch den Royal Botanical Garden besuchen. In der Innenstadt haben wir uns vorgenommen, es mit der Strassenbahn zu versuchen. Die nächste Haltestelle ist auch nicht weit entfernt vom Lokal, wo wir gegessen haben (musste auch noch sein). Als wir da ankamen, stand gerade eine Bahn da. Die Fahrerin derselben muss uns angesehen haben, dass wir etwas suchen (den Billetautomaten natürlich) und fragt uns durch die geöffnete Türe, wie sie uns helfen könne. Wir erklären ihr unser Anliegen und dass wir noch kein Ticket hätten.

Ihre Antwort (sinngemäss übersetzt): „Steigt hier ein, zwei Haltestellen weiter steigt in irgendeine Strassenbahn nach Süden um und fahrt bis zum Federations Square. Dort könnt ihr ein Ticket kaufen oder zu Fuss weitergehen“. Was sich anhört wie eine Einladung zum Schwarzfahren ist die Mitteilung, dass die Benützung der Tram im Bereich der Innenstadt von Melbourne kostenlos (!) ist. Erst ab jenem Platz hätten wir ein Ticket benötigt.

Wir steigen natürlich ein. Nach der nächsten Haltestelle informiert sie uns (that lovely couple, who want to go to the Bot. G.) über ihr Mikrofon für Mitteilungen an alle Fahrgäste noch einmal darüber, dass wir bei der nächsten Haltestelle umsteigen sollen und in der Querstrasse irgendeine Strassenbahn besteigen könnten.

So sind die Australier, wenn sie sehen, dass jemand Hilfe brauchen könnte, so bieten sie sich an und das haben wir heute nicht zum ersten Mal erlebt.

PS: das Auto wurde instand gestellt und wir konnten weiterfahren. Allerdings leuchtet die Lampe betreffend Dieselfilter schon nach kurzer Zeit wieder auf…

Ein Gedanke zu “Hilfsbreitschaft

  1. Hallo Ihr Beiden
    das ist ein schönes Erlebnis – es hilft, wenn man in einem fremden Land ist und nicht weiss, wie die öffentlichen Transportmittel funktionieren. Leider ist es in unseren Breitengraden derart reglementiert, dass für solche Freundlichkeiten fast ( ! ) kein Platz mehr ist. Ganz selten kann man dies doch noch erleben – welche Freude 🙂 !!! Weiterhin eine wunderschöne Reise.
    Herzlich Priska

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