Horizontale Bäume

Segeln kann ja vieles sein, wenn wir es als Möglichkeit zur Fortbewegung verstehen dann kann man das in der Luft oder eben auf dem Wasser. Da wir doch öfter auf dem Wasser unterwegs sind und sich der Bruder des Braunbären in den vergangenen Jahren seinen Segelschein und den Hochseeschein erarbeitet hat, haben wir uns entschlossen, uns auch einmal mit den Kräften von Wind und Wasser zu versuchen.

Bei der Segelschule Thunersee haben wir einen Grundkurs besucht. Mit gut 20 weiteren Interessierten zwischen 13 und 64 Jahren trafen sich das Heidekraut und der Braunbär am ersten Tag bei der Segelschule. Weil das Wetter an diesem Tag nicht wirklich zum Segeln für Anfänger eingeladen hat, haben wir erst etwas Theorie gemacht. Aber noch vor dem Mittag wurden wir in 3-er Gruppen auf die Boote gebracht und konnten diese schon einmal segelbereit machen. Am Ende haben wir aber die Grosssegel wieder eingepackt und das Fock gerollt. Danach haben wir eine Mittagspause gemacht. Hinterher konnte wir aber bereits unter Anleitung von der Boje ablegen und auf den See segeln. Auf Halbwindkurs sind wir zwischen 2 Bojen hin und her gesegelt und haben jeweils um diese gewendet. Jede/r auf dem Boot hatte die Gelegenheit zu steuern und jeder war auch einmal Vorschoter. Beim Anlegen an die Boje im Bojenfeld haben und die Segellehrer einzeln gecoacht.

Am zweiten Tag war es ziemlich kühl und ausserdem regnerisch, trotzdem haben wir es uns nicht nehmen lassen, wieder auf das Wasser zu gehen und weiter an dem Handgriffen zu üben. Nachmittags gab es aber doch kräftige Böen, mit denen die einen oder anderen doch etwas zu kämpfen hatten. Auch am dritten Tag wollte uns das Wetter nicht wirklich gut, dafür war der vierte und letzte Tag ein richtig guter. Auch wenn es morgens noch recht kühl war, wärmte die Sonne dann recht schnell. Leider war der Wind vor dem Mittag noch krank (er ist nicht zur Arbeit erschienen), aber kurz nach Mittag ist er doch aufgetaucht.

So konnten wir doch eine schöne Strecke auf dem schönsten der Schweizer Seen aufwärts fahren und die Halsen (am Vortag gelernt) und danach auf dem Rückweg aufkreuzen. Zu guter Letzt natürlich wieder an der Boje festmachen und den Kurs abschliessen.

Wir haben uns so zumindest das Rüstzeug holen können, um bei einem Segeltörn mit einem Skipper nicht nur dumm im Weg zu stehen sondern doch helfend zur Hand gehen zu können, das war das Ziel. Als Absolventen des Grundkurs könnten wir uns sogar ein Schulboot mit Segelfläche unter 15qm (ohne Segelschein zu fahren) ausleihen und das gelernte festigen.

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