Des Kaisers Egg

Ich gebe zu, es ist eine Interpretation des Namens, die Kaiseregg ist einer der Berge, die nicht durch die Höhe imponieren, sondern mit der Lage.

Am Rand der Berner/Freiburger-Voralpen bietet der Gipfel einen Blick weit über das flache Mittelland auf den Jura, aber auch die Alpengipfel zeigen sich im besten Licht. Vom Mont Blanc bis zum Wetterhorn sieht man die Gipfel gestaffelt in mehreren Ebenen stehen.

Das muss man sich aber verdienen. Wir haben uns für den Aufstieg von der nördlichen Seite entschieden und fahren morgens früh nach Schwarzsee im Kanton Fribourg. Auf dem Parkplatz vor dem kleinen See finden wir sogar einen Futtertrog für unseren Nikola in Form einer Steckdose an der Säule. Von hier könnte man auch mit der Gondelbahn auf die Riggisalp fahren und den Aufstieg um etwa 1 Stunde abkürzen. Wir starten jedoch gleich hier und steigen erst recht steil am Riggisalpbach entlang durch den Wald auf. Über die herbstlichen Weiden, auf denen kein Vieh mehr ist, kommen wir gut voran und erreichen bald die Alphütte auf dem Hürlisboden, wo wir eine kurze Rast machen. Die Betonung liegt auf kurz, bald sind wir weiter unterwegs über die offenen Weiden, die hier jedoch ausgeprägte Erosionsspuren von Mountainbikern zeigen.  Es ist noch angenehm kühl und auf dem Grat bei der Salzmatt weht ein beissender Wind. Hier geht es in südlicher Richtung zum Kaisereggpass, erst dem Grat entlang, später am Hang unterhalb dem Gipfel entlang. Vom Pass aus geht es auf der anderen Seite zurück zum Gipfel. Auch zu der zeitigen Stunde hat es mehrere Personen hier oben, der schöne Herbst Sonntag lockt viele Menschen in die Natur.

Wie bereits beschrieben, der Blick ist überwältigend. Wir geniessen hier unser Picknick und verbringen eine angenehme Stunde auf dem Gipfel. Es hat Platz und die Anwesenden verteilen sich gut.

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Blick zu den Berner Alpen

Danach kommt wieder der Abstieg, für den wir uns einen etwas anderen Weg ausgedacht haben. Von der Salzmatt queren wir hinüber zur Riggisalp in der Mulde unterhalb der Bergstation der Gondelbahn. Wir steigen aber auch zu Fuss ganz ab wieder zum Parkplatz.

Der grosse Platz, der heute morgen fast leer da lag ist jetzt voll von Autos, selbst die angrenzenden Flächen sind vollgestellt. Einige Autofahrer kreisen auf der Suche nach einem Parkplatz. Auch das nahe gelegene Restaurant ist gut besetzt. Für die Freiburger ist dies ein beliebtes Ausflugsziel. Wir lassen es uns nicht nehmen, uns eine Belohnung für die gleistete Arbeit in Form eines Eisbechers zu genehmigen.

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