Eine Nacht im Iglu

Nach längerem Unterbruch bei den Beiträgen finde ich heute wieder einen Anlass dazu.

Im hinteren Emmental gibt es ein bekanntes Hotel. Es ist vor allem für Schlemmereien bekannt, die Merinque dort ist legendär. Offenbar wurde sie in Zusammenarbeit mit einem örtlichen Bäcker erfunden, um die grossen Mengen anfallenden Rahms servieren zu können. Aber davon will ich hier nicht berichten. Das Hotel bietet Romantik-Übernachtungen in verschiedenen Kategorien an, auch die Übernachtung im Romantik-Iglu. Beim Heidekraut mischt sich beim Gedanken in die Vorfreude auch Skepsis: ist das nicht ziemlich kalt dort?

IMG_1652Dazu wird anfang Winter ein riesiger Schneehaufen auf Ballone zusammen-getragen und gepresst. So sind die grösseren Räume bereits vorhanden und es werden noch die Verbindungs-gänge gegraben. In den Räumen entstehen ein Restaurant und die Schlafräume.

Das Angebot umfasst als Abendessen ein Käse-Fondue im Iglu und die Übernachtung im Iglu. Beides kann aber auch einzeln gebucht werden. Wir haben das Fondue einen Monat früher genossen, sehr lecker und reichlich. Nach dem ersten Topf (Caquelon genannt) mit einem halben Kilo Käse wäre noch Nachschlag gebracht worden, wenn wir denn noch mehr Hunger gehabt hätten. Heute haben wir und für ein Nachtessen im Restaurant entschieden. Auch hier ist des Angebot grossartig.IMG_1617

Zuvor haben wir das Iglu-Zimmer 2 bezogen, es trägt den Namen Quilaq, was in der Sprache der Innuit „Paradies“ bedeutet. Das Zimmer ist klein, es bietet Platz für das Bett und einen Gang, damit man darum herum gehen kann. Das Bett besteht aus einem Styropor-Block, auf dem die Matratze liegt. Diese ist mit einer Wolldecke bedeckt und darauf die Lagen (Wolldecke, Bettdecke, Kuhfell) gelegt. In einem kleinen Speicher, in dem auch der Wellnessbereich untergebracht ist, können wir uns für die Nacht bereit machen. Auch für die Toilette in der Nacht muss man hier hin gehen. Im Bett liegen seit Stunden Wärmeflaschen und wärmen es auf.

Wir schlafen gut in diesem Gebilde aus Schnee und Eis. Die Raumtemperatur liegt wenig über dem Gefrierpunkt, aber unter der Decke ist es angenehm warm, das Heidekraut hat auch nicht gefroren. Lediglich die Jacken, die wir auf die kleine Holzbank gelegt hatten, sind etwas nass geworden, zum Ende der Saison ist des Schnee etwas nass. Das reichhaltige Frühstück im Restaurant schliesst die Nacht ab und lässt uns gut in den neuen Tag starten.

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