Puffins

Im englischen Sprachraum gibt es diesen Ausdruck für die clownesken Seevögel, zu denen auch der Papageitaucher aus dem Nordatlantik gehört. Als ich auf Wrangel Island glaubte, einen solchen im Flug gesehen zu haben, wurde ich aber deutlich korrigiert: das seien Hornlunde, Papageitaucher gebe es nur im Atlantik. Hornlunde und Schopflunde allerdings kommen im Nordpazifik und im Eismeer nahe der Beringstrasse vor. Auf der russischen Insel Kolyuschin konnten wir die beiden putzigen Arten am Brutfelsen beobachten. Das Brutgeschäft ist abgeschlossen, aber die Vögel bleiben noch hier, solange sie genügend Nahrung finden und verbringen später den Winter auf dem offenen Meer im Pazifik. Die Vögel fliegen nicht sehr gut und sie starten am liebsten von einem Vorsprung aus. Dafür „fliegen“ sie Unterwasser sehr schnell (fast wie die Pinguine) und jagen kleine Fische, die sie auch in grosser Zahl in ihrem Schnabel halten und zum Nest bringen können. Es ist verwunderlich, dass sie dann vom Wasser aus in die Luft kommen. Die gefangenen Fische werden ihnen aber auf dem Weg zum Nest von Möven abgejagt, bereits in der Luft oder oft auch noch am Boden auf dem Weg zur Bruthöhle, vor der meist auch Möven sitzen und sie erwarten. Das Leben ist auch hier kein Kindergeburtstag.

Auf dem Bild sind ein Schopflund (der Punk mit dem gelben Schopf) und ein Hornlund zu sehen. Die beiden Arten brüten oft nebeneinander. Ausserhalb der Brutzeit sehen die Vögel, wie auch der Papageitaucher, dann wesentlich unspektakulärer aus. Sie werfen die farbigen Hornplatten am Schnabel ab und erhalten auch ein weniger auffälliges Federkleid.

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