Quechua, heute Cusco 

Die frühere Hauptstadt des Inka-reichs liegt auf 3400m Höhe in den Anden. Sie ist Verwaltungszentrum der gleichnamigen Provinz im zentralen Andenhochland Perus. Ausserdem ist sie Universitätsstadt und Sitz des Erzbistums Cusco.

Seit der Entdeckung von Machu Pichu ist sie auch ein Tourismuszentrum mit pitoresken Bauten vorwiegend im kolonialen Stil. Einige Gassen erinnern aber durchaus auch an Griechenland…

Die Inka waren eigentlich die Herrscher des Reiches, in dem verschiedene indigene Kulturen gelebt haben. In der Gegen der Hauptstadt waren es die Quechua, weshalb die Stadt wohl auch so hiess. ab dem 14.Jh nannten sich die Herrscher „Inka“, was übersetzt soviel wie König oder Kaiser bedeutet. Er galt auch als religiöses Oberhaupt.

Das mächtige Reich der Inka musste sich den Spanischen Conquistadores letztlich beugen und sich ergeben. Erst später wurde von denen mit Lima eine neue Hauptstadt für die Kolonie gebaut. Aber die Inka haben sich in der Region mehrfach in Aufständen gegen die Herrschaft der Europäer aufgelehnt, sind dabei aber immer wieder unterlegen. Dabei war Cusco immer wieder Ziel der Feldzüge. Bei einem dieser Aufstände wurden grosse Teile der damals noch ursprünglichen Inka-Stadt zerstört und danach eben im Kolonial-spanischen Stil wieder aufgebaut; wobei einige Grundmauern aus der Inkazeit auch heute noch erhalten sind. So gibt es heute in der Stadt durchaus immer noch Mauern aus der Inka-Zeit zu sehen, die selbst 2 schwere Erdbeben überstanden haben. Auf solchen Grundmauern stehen oft dann Häuser im spanischen Kolonialstil. Selbst die vielen Kirchen stehen oft auch auf Grundmauern oder gar in den Palästen der Inka-Herrscher. Diese haben ihre verstorbenen Herrscher in deren Palästen weiter wohnen lassen und die Dienerschaft hat sie weiterhin versorgt. Wie diese dazu präpariert wurden wissen wir allerdings nicht…

Natürlich haben die Conquistadores aus Europa die Paläste für Ihre Zwecke umgenutzt, auch um ihre Macht zu demonstrieren. Dabei haben Sie sicher noch einiges an gesuchten Gütern (v.a. Gold oder Edelsteine) gefunden und mitgenommen.

Heute hat die Stadt selber ungefähr 120’000EW, in der Region leben 400’000 Menschen.In den Gesichtern vieler Menschen der Stadt sind indigene Züge zu erkennen und das Kunsthandwerk und die Kultur der Inka scheint heute wieder beliebter.

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