Hyazinth Aras

Zu den prominenten Arten, die in Brasilien allgemein und im Pantanal gesucht werden gehören ganz sicher die Aras. Vor allem Hyazintharas finden wir im Pantanal. Leider sind diese schönen Vögel im Rest von Brasilien (und der übrigen Welt) fast ausgestorben. Im Pantanal hingegen konnte sich ein Restbestand wieder etwas erholen, aber der Bestand ist immer noch gefährdet.

Die grossen Vögel sind wirklich beeindruckend, fast wie in den Alpen die Sichtung eines Steinadler oder Geier. Wenn die Aras fliegen mit ihren langen Schwanz bringen sie eine Eleganz und Anmut an den Tag, die einfach unbeschreiblich ist.

Die Hyazintharas sind eine bedrohte Art und der Bestand wurde 2016 auf Total weniger als 4300 Tieren und ist weiter rückläufig. Die Tiere zeigen ein ausgeprägtes Sozialverhalten bei der gegenseitigen Gefiederpflege und der Fütterung der Jungvögel, die mehr als ein Jahr von den Eltern geführt werden.

Hyazintharas leben monogam und wenn ein Teil eines Paares wegfällt, wird der andere Teil keinen neuen Partner mehr suchen. Darum sind auch die Fänge, um sie als Haustier zu handeln, sehr problematisch. Ausserdem steht die Population unter Druck durch Brandrodungen; die Tiere brauchen alte, mächtige Bäume, in denen sie ihre Bruthöhlen finden.

Sie leben in Familienverbänden zusammen und abends finden sie sich oft zusammen und scheinen sich über den Tag zu unterhalten. dazu spielen sie in den Bäumen und wir hatten manchmal den Eindruck, dass sie sich necken.

Mit dem grossen Schnabel knacken die Vögel Nüsse, die wir mit einer Machete nur schwer knacken können, was die unglaubliche Kraft zeigt. Diese Tiere gehören hier in die Natur und bestimmt nicht als Haustier in den Familienhaushalt.

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