Portugiesisch pântano = Sumpf
Höre ich Pantanal tauchten vor meinem inneren Auge Bilder von Regenwald, aber auch grossen Wasserflächen auf. Ähnlich wie das, was wir vor 13 Jahren in den Sümpfen von Iberá (Argentinien) gesehen hatten. Jaguare streifen durch das Land, Anakondas in den Bäumen und jede Menge Vogelarten sollten zu sehen sein.
Tatsächlich ist der Pantanal vom Wasser geprägt, einmal gibt es dieses reichlich, dann wieder sind es immer kleiner werdende Tümpel und Flüsse, die zu langen Wasserlöchern degradiert werden. Diese können durchaus duzende Kilometer lang sein.

Obschon das Pantanal mitten im Kontinent von Südamerika liegt (der errechnete geodätische Mittelpunkt des Kontinents liegt am Rande des P.) liegt das Gebiet im Durchschnitt auf weniger mehr als 100m Höhe. Ponconé, der letzte grössere Ort am nördlichen Rand des Pantanal wenn man von Cuiabá anreist, liegt auf etwa 150-180m Höhe, und hierher bringen die Viehzüchter ihre Tiere während der Regenzeit, wenn das Land monatelang und teilweise mehrere Meter tief überflutet ist. Entwässert wird die Region über den Rio Paraguay in den Rio de la Plata und den Südatlantik.
Von Ponconé aus führt eine knapp 150km lange Schotterpiste bis nach Porto Joffre am Rio Saõ Lourenço. Diese wurde in den 1970er Jahren erstellt und sollte eigentlich über den Rio Saõ Lourenço hinaus weitergeführt werden. Ein Teil ist heute asphaltiert, der grössere aber immer noch Gravelroad, wie wir sie in Australien auch oft angetroffen haben. Über diese werden die Fazendas in der Region und die Lodges versorgt.
Jetzt im südlichen «Hochwinter» ist hier Trockenzeit. Die grossen Wassermassen aus der Regenzeit der Zuflüsse sind bereits wieder abgeflossen, der Wasserstand bewegt sich gegen das jahreszeitliche Minimum. Nach übereinstimmenden Äusserungen verschiedener Kenner des Gebiets, war es in diesem Jahr trocken wie selten um diese Jahreszeit. Auch die Hitze sei für diese Jahreszeit aussergewöhnlich gewesen.

