Der Igapó-Wald

Eine ganz besondere Form des Regenwaldes im Amazonas ist der Igapó. Dieser Wald wird im Zyklus der Regen- und Trockenzeiten regelmässig und meterhoch überflutet. Dadurch werden ganz besondere Umstände geschaffen, die von den Pflanzen und Tieren besondere Anpassungen verlangen. Die Bäume bilden spezielle Wurzeln, die einen soliden Stand im Wasser und auch die Aufnahme von Sauerstoff ermöglichen. Sie wachsen aber langsamer und weniger hoch als in anderen Teilen des Regenwaldes. 

Das Wasser kommt von den Schwarzwasserflüssen, nährstoffarm und sauer durch die gelösten Gerbsäuren aus den abgestorbenen Blättern. Fische ernähren sich hier teilweise von Früchten und verteilen die Samen der Pflanzen wie sonst oft die Vögel. In den schützenden Dickichten findet sich die Kinderstube der Fische. Die (rosa) Flussdelfine sind aber auch angepasst und können in diesen Gewässern trotzdem schwimmen und jagen. Hoch in den Baumkronen turnen Äffchen, brüten Vögel oder wohnen Termiten in Nestern, die sie in der Höhe bauen.

Der Igapó ist ein empfindliches Ökosystem das nachhaltig nur eine extensive Nutzung erträgt. Er ist aber von grosser Bedeutung für das globale Klima, sein Schutz ist darum auch eine globale Aufgabe.

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