Wir haben diese Tiere bis dahin gelegentlich kurz auftauchen sehen. Im trüben Wasser des Amazonas sind sie kaum zu sehen und sie tauchen jeweils nur kurz auf, um zu atmen. Im Gegensatz zu den Flussdelfinen in Asien (im Ganges) seien sie hier nicht stark gefährdet. Es gibt hier 2 Arten, einen grauen Flussdelfin, der aus dem Meer eingewandert ist und den Meeresbewohnern noch stärker ähnelt. Hier geht es vor allem um den Boto, wie er hier genannt wird, den rosa Flussdelfin. Von den Verwandten im Meer unterscheiden sie sich deutlich; sie haben eine sehr ausgeprägt Schnauze, fast ein Schnabel und eine deutliche Melone (wie der Beluga), ein Organ, das bei der Echolokation dient. Die Rückenfinne ist nur eine leichte Erhebung, kaum als solche wahrnehmbar. Sie sind extrem an das Leben im trüben Fluss und den Überschwemmungsgebieten angepasst; sie können den Kopf wesentlich mehr drehen als andere Zahnwale und die anderen Delfine, so können sie Beute eben auch in den überschwemmten Wäldern jagen.

In der Nähe von Manaus gibt es in einer Bucht des Rio Negro ein schwimmendes Besucherzentrum, wo man sich diese Tiere ansehen und mit ihnen schwimmen kann. Dabei sind enge Regeln gesetzt, so dürfen nicht mehr als 80 Personen pro Tag dahingebracht werden und auch andere Bestimmungen zum Schutz der Tiere müssen befolgt werden. Es sind wild lebende Tiere, die hier mit Fisch gefüttert werden, auch das begrenzt. Dabei schwimmen die Tiere zwischen den Menschen hindurch und schubsen einen auch manchmal. Im Wasser sind dann höchstens 6-7 Besucher und der Einheimische, der die Tiere füttert und den diese offensichtlich bestens kennen.
Die Haut eines Delfins (und anderer Wale) fühlt sich ein bisschen an, wie eine der gelben Gummi-Badeenten wenn sie nass sind…