Mehr als 1000km von der Mündung entfernt ist dieser Strom immer noch gewaltiger als alles, was wir bisher gesehen haben. Etwas neben dem Amazonas, am Rio Negro liegt eine Metropole mit fast 3 Mio Einwohnern, ein Industrie-Ort und Universitäts-Stadt. Hier wurde zur Förderung der Besiedlung und Wirtschaftsentwicklung ein Zollfrei-Gebiet eingerichtet. So werden die unterschiedlichsten Industrie-Waren für Brasilien hier endgefertigt. Fahrzeuge aller Art, Stihl-Landgeräte uam. Auch das Erdöl aus dem Gebiet von Amazonien wird hier raffiniert und von da verschifft.
Auch der Rio Negro ist ein riesiger Fluss und hier überspannt seit 2011 eine Brücke auf fast 3.5km breite den Fluss in über 70m Höhe über dem Wasser. So gibt es auch auf der anderen Seite des Wassers Städte deren Bewohner dank der Verkehrsanbindung auch Arbeit in der Stadt finden können. Es ist ein Kulturschock gegenüber den Orten, die wir in den letzten Tagen gesehen haben. Die Stadt erlebte einen Boom zu Anfang des 20.Jh mit dem Kautschuk-Boom und wurde sehr wohlhabend, galt wohl als eine der reichsten Städte in der Welt. Mit dessen Ende aber verkümmerte sie etwas bis sie zum Zollfreigebiet wurde in den 1960er Jahren.