Zuckerbrot ohne Peitsche
Die Umgebung von Rio de Janeiro ist erstaunlich gebirgig. Wer nur die Bilder von der Copacabana kennt wird sich wundern. einer der markanten Hügel oder Berge, je nach Betrachtung ist der Paõ de açucar, was übersetzt eigentlich Zuckerbrot heisst, aber auch die Bezeichnung für die früher übliche Handelsform von Zucker, die Zuckerstöcke oder Zuckerhüte war.
Den Namen hat der Berg wohl von den ersten europäischen Seefahrern aus Portugal erhalten wegen seiner Form. Die Berge hier sind allgemein markant, Granit oder Gneisspitzen die (so sagt man uns) vulkanischen Ursprungs sind. Auf chinesischen Gemälden sieht man manchmal auch solche Landschaften, die von steilen, hohen Kuppen dominiert sind und dazwischen liebliche Landschaften. Hier sind es Schwemmebenen, die zum Teil auch künstlich aufgeschüttet wurden, um Platz zu gewinnen.
Auf den Zuckerhut führt eine Luftseilbahn in 2 Etappen. Die erste führt auf den Morro da Urca, ca 220m hoch. Hier geht man einige Meter zu Fuss, und fährt dann mit der nächsten Bahn hinauf auf den fast 400m hohen Felskopf. Hier oben kreisen abends die Geier aus der Umgebung von Rio noch ihre Runden in der Thermik.
Wir waren Abends oben und warteten auf den Sonnenuntergang, der, wenn man Glück hat mit dem Wetter, gleich bei der bekannten Christusstatue auf dem Corcovado stattfindet. Leider ist in diesen Tagen das Wetter sehr veränderlich und so verschwand die Sonne hinter den Wolken, bevor sie den Horizont traf.
Der Besucherandrang hier oben ist enorm und hier oben stauen sich die Leute an den Plätzen, an denen man die beste Sicht auf den Corcovado hat.