In dieser Woche haben wir ein grandioses Theaterstück zu dieser Persönlichkeit besuchen können. Das Theater am Tatort hat in der Aula des Berufsbildungszentrum in Thun das Stück zum Besten gegeben.
Die Location ist speziell für ein Theater. Es gibt keinen Backstage-Bereich, die Schauspieler sitzen vorne in der ersten Reihe. An der Seite der Bühne ist eine Sitzgruppe eingerichtet, auf der eine Talkshow stattfindet, die Gastgeberin interviewt die ältere Marie Curie. Dabei werden verschiedene Lebensabschnitte der zweifachen Nobelpreisträgerin angesprochen und immer wieder entsprechende Szenen auf der Bühne gespielt.
Die Anfänge im Polen, das zu der Zeit unter russischer Herrschaft stand. Die Migration nach Paris an die Sorbonne zum Studium, wo erst ihre Schwester ein Medizin-Studium abschliesst, bevor sie ihr Studium in Physik, Chemie und Mathematik beginnt und letztlich abschliesst.
Ihre Arbeit mit dem Ehemann Pierre Curie an der Radioaktivität und die Entdeckung der Elemente Polonium und Radium. Die Schwierigkeiten, Laboratorien und Ausrüstung dafür zu erhalten, bzw zu beschaffen und seine zeitweiligen Zweifel, wenn die Resultate nicht zu erreichen schienen. Die Schwierigkeiten, Diese Arbeiten auch nach der Geburt der ersten Tochter weiter zu führen und alles unter einen Hut zu bringen.
Die schwierige Zeit nach dem tragischen Unfalltod ihres Ehemannes, die Widerstände der Frau in der akademischen Welt usw.
Es ist eine sehr gelungene Darstellung und Zusammenfassung des Lebens dieser Forscherin, die auch heute noch als Vorbild dienen kann. Dem Autor Ueli Bichsel ist hier ein tolles Stück gelungen, das von Regisseur und Schauspielern exzellent umgesetzt wurde.
Da fotografieren aus Urheberrechtlichen Gründen nicht erlaubt war, stammt das Titelbild vom Programmflyer des Theaters.