Das Land der Skipetaren

In diesem Jahr flatterte ein Angebot in unseren Briefkasten, das uns neugierig machte. Da gibt es ein Land in Europa, das lange Zeit sehr schwer zu besuchen war, abgeschirmt und isoliert, auch wenn es nicht eine Insel ist.

Albanien ist etwa 3/4 so gross wie die Schweiz, hat aber nur etwa 2.5 Mio. Einwohner. Schon beim Anflug ist erkennbar, dass es ein gebirgiges Land ist. Es sind nicht so hohe Berge wie bei uns, aber sie sehen sehr wild aus, felsig und karg. Die Gegend um die Hauptstadt Tirana ist etwas eben, eine Schwemmebene wo auch viel Landwirtschaft betrieben wird.

Tirana ist eine aufstrebende Stadt mit vielen modernen Bauten namhafter Architekten aus ganz Europa. Daneben gibt es aber immer noch kleinere Bauten aus den Zeiten des Sozialismus mit vielen kleinen Wassertanks auf den Dächern. Diese stammen aus Zeiten, als die Wasser- aber auch Stromversorgung nicht zuverlässig war, so dass die Bürger wenn beides zur Verfügung stand, Wasser in diese Tanks pumpten, damit sie Wasser immer zur Verfügung hatten, wenn sie es benötigten.

In der Zwischenzeit habe ich von einem mir persönlich bekannten Autoren einen Bericht gelesen über eine Reise nach Albanien. Da fiel mir ein, dass auch wir die selben Warnungen hörten vor der Abreise: „Die Albaner sind alle Räuber!“ Auch er hat berichtet, dass in seinem Umfeld die Frage aufkam, ob eine Reise in dieses Land nicht gefährlich wäre. Sie sollten auf sich, ihre Habseligkeiten und vor allem das Auto gut aufpassen. Wir haben aber die Albaner ganz anders erlebt, herzlich, offen und freundlich. Wir haben uns nie unsicher gefühlt. Klar muss man in Menschenmengen aufpassen, wie das auch in Zürich, Berlin oder Genf gilt.

Hinterlasse einen Kommentar