The Northwest Passage

In einer Zeit, als Europa nach den Schätzen des Orient suchte und viele Staaten hier einen direkten Zugang zum Handel mit Indien und China anstrebten wurden alle Wege gesucht zum Ziel.

Auch im Arktischen Ozean suchte man nach solchen Wegen vorbei an den Pfründen von Portugal und Spanien und glaubte an die Möglichkeit, hier einen Weg zu finden.

Auf der westlichen Hemisphäre führt dieser Weg um Grönland herum in ein Labyrith aus Inseln und Wasserwegen, das auch noch jedes Jahr mehrere Monate gefroren ist. Beim Versuch, dieses zu erforschen und durchfahren scheiterten viele Expeditionen und Schiffe, einige wurden erst in den letzten Jahren gefunden. Eine der grössten Misserfolge war sicher die britische Expedition von 1845 mit Sir John Franklin und den Schiffen HMS Erebus und HMS Terror. Beide wurden bereits zuvor in den Gewässern vor der Antarktis genutzt und dort in Namen verewigt. Die ganze Expedition mit über 100 Mann verschwand von der Bildfläche und auch intensive Suchen danach, bei denen auch wieder viele Menschen ums Leben kamen, blieben erfolglos. Die Schiffe wurden erst vor wenigen Jahren gefunden und werden seither archäologisch untersucht.

Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde diese Verbindung erstmals von einem Schiff durchfahren, der Gjöa mit Roald Amundsen als Expeditionsleiter und Kapitän. Dafür benötigten die Norweger 3 Jahre.

Wir konnten in diesem Jahr eine Reise durch diese legendäre Passage mitmachen und die Landschaften und Menschen dort erleben. Diese dauerte 4 Wochen. Wir durften an Plätzen sein, an denen Geschichte noch immer spürbar ist.

Dieser Wasserweg ist auch eng mit der Erschliessung Kanadas für die Europäer verbunden und wurde in einem Lied von Stan Rogers besungen. Der Song wurde zur inoffiziellen Nationalhymne Kanadas (oder zumindest der Nordwest-Territorien).

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