Unangax̂

Die Unangax̂ sind die Ureinwohner des Insel-Bogens der Aleuten. Sie sind ein Volk der Inuit und leben heute mehrheitlich vom Fischfang. Ursprünglich jagten sie auch die Meeressäuger wie Seelöwen, Seeotter oder Seebären.

Dazu fuhren sie mit ihren schlanken, schnellen Kajak, Iqyax genannt, meist zu zweit auf das Wasser. Diese Boote waren deutlich schneller als die heutigen Rennkayak! In der Regel hatte der Vordermann die Aufgabe, Beute zu schiessen mit seinem Schleuderspeer, der Hintermann hielt derweil das Book auf Kurs und barg dann die Beute aus dem Wasser und legte sie ins Boot. Dazu konnte die obere Abdeckung geöffnet werden. Aber auch der hintere Mann war in der Lage Beute zu erlegen.

Die Tiere wurden vollständig verwertet. Wie die Tschukschen oder Inuit aus dem Eismeer, fertigte sie aus den Därmen und Magen der Tiere ihre wasserdichten Überzüge. Diese nähten sie mit Seegras zusammen. Dieses quillt bei Kontakt mit Wasser auf und sorgt so dafür, dass auch die Nähte nicht wasserdurchlässig sind.

Um ganze Dörfer von einem Ort zum anderen zu bringen, bauten sie grosse Boote, die bis zu 50 Personen aufnehmen konnten, die Husitux̂. Auch diese wurden aus einem Holzgerippe gebaut und mit Tierhäuten bespannt. Russische Pelzhändler haben vor 200 Jahren alle diese grossen Boote zerstört, um die Menschen der Mobilität zu berauben. In jüngster Zeit werden solche Boote wieder gebaut, um die Traditionen wieder zu erwecken und pflegen.

Die heutigen Fischer sind natürlich auch hier mit modernen, eher kleinen Kuttern unterwegs.

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