Vom Abenteuer zu Reisen

Manchmal gibt es auf Reisen Änderungen vom geplanten Weg auch wenn man glaubte, dass dieser fest geplant wäre.

Unser Plan und Buchung war, einen Flug von Zürich nach Frankfurt/M und von da weiter nach Seattle zu nutzen. Da der Flug bereits um 7 Uhr in der früh starten sollte, nutzten wir die Möglichkeit eines Check-In am Vorabend und übernachteten in einem Hotel am Flughafen. So könnten wir morgens gemütlich durch die Kontrollen gehen und danach vor dem Flug noch ein kleines Frühstück zu uns nehmen.

Der geneigte Leser ahnt es, es sollte anders kommen. In der Nacht erhielten wir die Nachricht, dass unser Flug nach Frankfurt nicht stattfände, es würde eine alternative Verbindung zum Zielort gesucht. Etwas später eine weitere, als alternative Verbindung würden wir auf einen Flug um 13.15 nach Vancouver mit Anschluss nach Seattle umgebucht. Beide Nachrichten haben wir in der Frühe, als wir uns bereit machten zum Flughafen zu gehen, gelesen. Da wir ja auch schon da waren, sind wir der Empfehlung gefolgt und haben uns noch an einem Schalter gemeldet.

Hier wurde festgestellt, dass wir ja kaum über Kanada fliegen könnten, weil wir die notwendigen Einreisedokumente nicht hätten. Also musste ein Plan C gesucht werden. Dieser bestand darin, dass wir 11.50 nach Washington fliegen würden und von da nach Seattle. Der Check-In wäre dann etwa gegen 9 Uhr möglich. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass unser bereits aufgegebenes Gepäck dabei auf den neuen Flug umgebucht werden könnte.

So flogen wir also mit dem Handgepäck (Kleidung und Utensilien für eine weitere Übernachtung in Seattle) mit der United Airlines nach Washington. Hier sollten wir unser Gepäck abholen, durch den Zoll bringen und wieder aufgeben für den Folgeflug. Mit der Einreisekontrolle genug zu tun in den 2 Stunden, bis der nächste Flug startet.

Nach der Einreisekontrolle, die in den USA einige Zeit in Anspruch nimmt, mussten wir am Gepäckband feststellen, dass unsere Koffer nicht da sind. Bei einer Reise, die am übernächsten Tag für 4 Wochen auf einem Schiff am Ende der Welt (am Schmiernippel der Erdachse) weitergeht ein unschönes Szenario. Wir wurden angewiesen, den Flug nach Seattle doch anzutreten und da noch einmal nach dem Gepäck zu sehen.

Wir haben jetzt unser Reisebüro und den Veranstalter der Schiffsreise (die haben auch die Anreise organisiert) informiert, bevor wir wieder im Flugzeug sassen. Das Heidekraut denkt sich schon die buntesten Sachen aus, wie überlebt man mit 3 Garnituren Unterwäsche und Sommerkleidern 4 Wochen in der Arktis…

In Seattle aber doch die Überraschung: unsere Koffer haben auf einem anderen Weg (über München) nach Seattle gefunden. Einer Begleitperson der Gruppe, die von München zu derselben Schiffsreise nach Seattle reiste, sind die Koffer auf dem Band aufgefallen, deren Anhänger zeigten, dass sie Passagieren gehören mussten, die auf diese Schiffpassage wollten, die aber offensichtlich niemandem in der Gruppe gehörten. Das sie sie nicht durch den Zoll bringen konnte, wurden sie bei der Fundstelle abgegeben, im Hintergrund wurden die Informationen ausgetauscht, dass wir später in Seattle einträfen.

Hier konnten wir sie unversehrt in Empfang nehmen und erleichtert ins Hotel für diese erste Nacht fahren.

Merke: mancher Knoten platzt von selber. Und es kann nur hilfreich sein, wenn Gepäckstücke erkennbar beschriftet sind. 

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