Wir sind immer noch über 60° Nord, genau bei 62°,4 und es ist noch Dezember, wenige Tage nach dem Wendepunkt, der die längeren Tage bringen wird. Auffallen ist aber wie sehr die Tage länger und heller werden, wenn man vom Polarkreis wegfährt.
Sundsvall ist auch 1621 von GAIII gegründet worden. Im Juni 1888 brannte die gesamte Stadt nieder. Damals waren praktisch alle Häuser aus Holz gebaut und vermutlich ein Funke aus einem Dampfschiff löste in jenem trockenen Sommer diesen Brand aus, der übrigens in der selben Nacht stattfand wie ein ebenso verheerender Brand in Umeå.
Nach jenem Brand durften im Zentrum von Sundsvall nur noch Steinhäuser gebaut werden. Die Stadt wurde von Grund auf nach einem klaren Plan gebaut, mit rechtwinklig kreuzenden Strassen und quadratischen Grundstücken.
Die Hanseatic Nature macht hier nur einige Stunden Stop und sie legt etwas vor dem Fahrplan an. So kommen die Leute mit dem Infostand der Stadt etwas verspätet an.
Wir spazieren durch eine märchenhaft verschneite Stadt. Die Strassenräum-Dienste haben alle Hände voll zu tun, überall liegen grosse Wälle von Schnee zwischen den Fahrbahnen. Schnee muss aber teilweise auch mit Lastwagen aus der Stadt herausgefahren werden zu grossen Depots.
In einem kleinen Kaffee gönnen wir uns einen Kanellbullar, eine Zimtschnecke.



Nachmittags legt das Schiff wieder ab mit Kurs auf Stockholm.