Wir haben am zweiten Feiertag den Hafen von Kemi (genauer Ajos etwas ausserhalb). Diese Stadt rühmt sich als Heimat des Schneemannes, also werden die Passagiere beim Landgang auch von diesem begrüsst. Hier wird jeden Winter auch ein Schloss aus Eis und Schnee gebaut, das aber erst im Verlauf des Januars erstellt ist und dann besucht werden kann.
Die Ausflüge führen in die Stadt und Umgebung von Rovaniemi am Polarkreis, der Heimat des Weihnachtsmannes. So gibt es hier ein Dorf des Weihnachtsmannes, das offenbar in den letzten Jahren ordentlich gewachsen ist, wie verschiedene Besucher uns versichert haben. Wir aber fahren daran vorbei (und haben denselben Eindruck, das Heidekraut kennt das Dorf wesentlich kleiner und beschaulicher) zu einer Husky-Farm. Hier werden etwa 230 Schlittenhunde gehalten. Wir erhalten eine Einführung in die Kunst des Hundeschlitten-fahrens. Jeweils zu zweit wird uns ein Schlitten zugewiesen. Dann können wir zu diesen hingehen, sie kommen gerade von einer Runde zurück und werden am Zaum fixiert. Die eine Person setzt sich auf den Schlitten (in unserem Fall das Heidekraut) und die andere stellt sich hinten als Fahrer auf (der Braunbär).
Nun hier ist es keine grosse Kunst, den Schlitten zu lenken, die Hunde kennen den Weg und folgen der Kolonne. Sie kennen auch nur eine EInstellung, volle Kraft voraus. Der Fahrer hat vor allen die Aufgabe auf dem Schlitten stehen zu bleiben und das Tempo mit der Bremse zu drosseln.
Wir fahren durch ein Winter-Wunder-Land, frisch eingeschneiten Wald und offene Flächen, möglicherweise Seen oder aber Moorflächen.
Nach einer halben Stunde wird ein kurzer Stop eingelegt, Fotos gemacht und (wenn gewünscht) Positionen auf dem Schlitten vertauscht. Das Heidekraut möchte aber weiterhin passiv Schlittenfahren, also bleiben wir wie wir sind.
Nach der Schlittenfahrt gibt es noch eine schmackhafte samische Lachssuppe und eine Zimtschnecke zum Nachtisch als Lunch.