Slite und Visby

Eigentlich sollte die Hanseatic in Visby anlegen. Weil aber Zoltan auch hier in der Ostsee für kräftige Winde sorgt, hat der Kapitän entschieden, in Slite anzulegen. Slite liegt an der Ostküste der Insel und der Hafen ist damit besser geschützt. Weil wir ja früher durch den NOK gefahren sind, sind wir auch früher hier und können bereits am Nachmittag des 22. Dezember von Bord gehen.

Slite ist zwar der 3.grösste Ort der Insel, bietet aber wenig zu sehen. So fahren wir mit dem Shuttlebus nach Visby. Vor dem Österport lässt er uns aussteigen. Durch dieses Tor in der historischen Mauer betreten wir diese Stadt, die wir ja bereits im Sommer 2018 besucht hatten. Heute pfeift von der See ein steifer Wind und es fällt Schneeregen. Ausserdem ist es jetzt (16Uhr) bereits dunkel. Wir besuchen die Plätze, die wir von damals kennen, den alten Vikingerhafen Almedalen, die Strandgatan mit dem Strandhotel, wo wir damals genächtigt haben. Wir gehen aufwärts zu den Ruinen der Kirchen und an der Stadtmauer entlang. Heute sieht es etwas trostlos aus. Die Läden hier in der Stadt sind eher ruhig und teilweise geschlossen. Die Insulaner kaufen vor der Mauer im Einkaufscenter vor dem Stadttor ein, zumindest was die Alltagseinkäufe betrifft.

Am nächsten Tag nehmen wir an der Stadt- und Strandwanderung teil. Die Reiseleiterin Wiebke erklärt uns, dass die Gotländer die Weihnachtsgeschenke eigentlich bis Mittsommer gekauft haben und darum jetzt nicht mehr im Stress sind. Wegen des Windes, der heute noch einiges stärker weht als gestern und das Meer gewaltig gegen die Insel treibt, wird die Wanderung etwas anders geführt. Nicht zu der hohen, exponierten Klippe südlich der Stadt sondern nach Norden. Teilweise geht der Weg in einem Wald unter der höchsten Klippe entlang, so dass der Wind weniger zu spüren ist.

Nach dem Mittag gibt es in der Domkirche Sta. Maria noch ein kleines (exklusives) Konzert von einem Chor aus 7 SängerInnen mit schwedischen Advents- und Weihnachtliedern.

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