Der Sternenhimmel in der Wüste

Diese Nacht ist praktisch Halbmond, zunehmend. Während der Darbietung der Berber am Feuer strahlte dieser hoch am Himmel fast am Kulminationspunkt. Die Luft ist Abends noch etwas trübe, es viel aufgewirbelten Sand von den letzten windigen Tagen.

Kurz nach Mitternacht geht der Mond unter und wir lassen uns um 3 Uhr wecken. Jetzt ist es sehr dunkel draussen. Martin hat vorher die LED-Leuchten im Camp abgewendet, so dass wir beim Lagerfeuer kaum Störlicht haben. Hier hat es lange gepolsterte Bänke, auf denen man sich gut hinlegen und den Himmel komplett überblicken kann. Nach einer gewissen Angewöhnungszeit sehen wir einen Sternenhimmel über uns, wie schon sehr lange nicht mehr. Der Staub hat sich gut gelegt, die Luft ist trocken und klar, einzig nahe am Horizont scheint noch das Licht von Merzouga über die Düne in der staubigen Luft.

Hell strahlt über uns Jupiter. Der grosse Wagen ist nur zum kleinen Teil sichtbar, was für uns sehr ungewohnt ist. Der Polarstern liegt viel näher am Horizont. Orion, Kassiopeia, der Stier und die Zwillinge stehen hoch oben, und den Andromedanebel konnte ich schon lange nicht mehr so leicht sehen selbst im kleinen Feldstecher. Immer wieder ziehen Sternschnuppen feine Linien über den Himmel. Wir geniessen den Moment und legen uns danach wieder hin zum Schlafen, wollen wir doch morgens zeitig wieder aus dem Erg herausreiten.

Kurz nach 7 Uhr geht die Sonne auf, ein strahlender Tag kündigt sich an. Wir tun gut daran, nicht zu spät zurück zu reiten.

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