Von Fès aus sind wir nun in 2 Tagen über das Atlasgebirge hinweggefahren. Am ersten Tag haben wir den mittleren Atlas gequert und sind nach Midelt gekommen.
Etwa 70km von Fès haben wir einen Kaffeehalt gemacht in einem Ort namens Ifrane. Da gibt es ein grosses Hotel das sich „Le Chamonix“ nennt. Die Häuser haben meist Giebeldächer und der Ort ist durchaus französisch angehaucht. In der Nähe gibt es sogar einen Skilift. Immerhin sind wir hier bereits auf über 1600m Höhe. Der König hat eine Residenz hier, wo er der Sommerhitze entfliehen kann.
Die Umgebung ist von Zedernwäldern geprägt. Etwa 20km von Ifrane entfernt gibt es im Nationalpark eine riesige Zeder, die zwar tot und ohne Nadeln dasteht aber mit der Höhe von gut 40m, einem Stammumfang von etwa 8m und einem geschätzten Alter von etwa 800 Jahren ist sie nach wie vor eindrucksvoll. Wie überall, wo Touristen sich sammeln, gibt es auch hier Händler, die Waren und Leistungen feilbieten, Ritte auf dem Pferd, Futter für die Berberaffen, Artikel aus Stein und Fossilien.
Wir haben in dem Wald zu Mittag ein Picknick eingenommen. Auf dem mit kurzem Gras bedeckten Boden im lockeren Baumbestand haben wir eine Decke ausgebreitet und gegessen. Leider ist trotz Schutzgebiet überall Müll zu finden, nicht alle Gäste scheinen es hier zu handhaben wie wir, wir nehmen alles wieder mit uns.
Die Route führt uns weiter in die Höhe. Auf ca 2000m Höhe gelangen wir auf eine Ebene mit verstreuten kleinen kegelförmigen Hügeln. Es sind kleine Vulkankrater aus einer früheren Zeit. Bereits vorher haben wir immer wieder Steine vulkanischen Ursprungs gesehen. Bis auf 2200m Höhe steigt die Strasse an auf den Col du Zad, bevor wir wieder etwas tiefer gelangen. Die Ebene zwischen dem Mittleren und dem Hohen Atlas ist etwa auf 1400m Höhe und bekannt für Obstbau. Midelt ist eine mittlere Stadt und bekannt als Apfel-Hauptstadt Marokkos.