Es ist leider schon eine ganze Weile her, dass unser Boot im Wasser lag. Darum war es höchste Zeit, es wieder einmal zu tun.
Das Heidekraut wünschte sich den Brienzersee als Revier. Also fahren wir an diesem schönen Sonntag nach Interlaken, genauer nach Bönigen und suchen den geeigneten Platz. Der grosse Parkplatz in der Nähe des Sees ist doch ideal. Wir können an der Promenade das Boot und die restliche Ausrüstung ausladen und das Fahrzeug nebenan abstellen.
Die Übung ist uns etwas abhanden gekommen, trotzdem haben wir unser Faltboot innert gut 30min aufgebaut. Leider haben wir die Pumpe zuhause vergessen, aber hier gibt es alleweil Personen mit Gummibooten, die aufgepumpt werden müssen. Eine Familie aus dem Gürbetal ist so eine Personengruppe; sie leiht uns ihre Pumpe kurz aus. Es gibt beim Faltboot lediglich beidseitig einen schmalen Schlauch aufzupumpen, das ist schnell geschehen.
Bis wir danach alles verstaut, die Sachen, die hier bleiben wieder im Auto und die Sonnencreme aufgetragen haben; das Boot zum Wasser getragen und eingelassen haben ist fast eine Stunde vorbei.
Hier in Bönigen gibt es neben der kleinen Marina zwei Rampen, die ins Wasser führen, ideal um Schiffe und Boote jeder Art zu Wasser zu lassen. Wir finden bald wieder den Rhythmus beim Paddeln und auch der Kurs stimmt schon bald. wir sehen vor, erst mal nach Iseltwald zu paddeln, da gibt es eine Insel, auf der wir zu picknicken hoffen. Leider ist diese rundum abgezäunt und von felsigem Grund umgeben; an den meisten Orten nicht zu betreten, an der Stelle wo es geht ist deutlich sichtbar, dass es unerwünscht ist. So paddeln wir weiter zum Strandbad von Iseltwald, wo wir dann unser Pick-Nick zu uns nehmen. Beim kleinen Beizli gibt es dann noch einen Nachtisch.
Nach dieser ausgiebigeren Pause nehmen wir wieder Fahrt auf und queren jetzt den See. Der ist an der Stelle fast 2.5km breit. Am anderen Ufer drehen wir nach SW ab und fahren in Ufernähe seeabwärts. Bei einem Campingplatz in Ringgenberg legen wir noch einmal an um uns die Arme etwas auszuschütteln und abzukühlen. Der letzte „Leg“ führt uns danach praktisch auf der Luftlinie wieder zum Ausgangspunkt zurück. Am Ende haben wir etwa 16km auf dem Wasser zurückgelegt, oder wie der Nautiker sagt, knapp 9 Meilen (8.89Nm). Dies mit immerhin einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von gut 3kn.
Am Ende muss natürlich das Boot wieder abgebaut werden, dann haben wir uns ein Abendessen im Restaurant hier am Strand verdient.