Einige der Tipps dieses Beitrags sind bereits an andrer Stelle aufgetaucht. Damit wollen wir eine Zusammenfassung unserer Erfahrungen teilen, damit ihr auch bei eigenen Reisen profitieren könnt.
Die Züge in Japan sind äusserst pünktlich. Bei einer Verspätung von nur wenigen Minuten entschuldigt sich das Personal überschwänglich und findet es sehr bedauerlich. Dabei erhält man den Eindruck, dass sie sich persönlich dafür verantwortlich sehen. Die Fahrgäste helfen dabei auch mit, indem sie sich vor der Ankunft am Ziel- oder Umsteigeort vorbereiten und bereits sind, zügig auszusteigen. In den Durchsagen fordert das Personal auch gelegentlich danken dazu auf, mitzuhelfen, den Fahrplan einhalten zu können.
Die Züge sind auch äusserst sauber. Das ist auch der Gewohnheit der Japaner geschuldet, ihren Müll des Tages (Verpackungen von Essen, Flaschen usw) wieder mit nach Hause zu nehmen und da zu entsorgen. Gegenüber 2015 haben wir dieses Mal auf Reisen zwar gelegentlich Abfallsammelstationen in BAhnhöfen angetroffen und in den Fernzügen gibt es auch 2-3 solche Stationen pro Zug. An den Sitzen aber hat es keinen Mülleimer! Auf dieser Reise haben wir einmal miterleben können, wie der Zugbegleiter ein Sitzpolster ausgetauscht hat, weil es offensichtlich verschmutzt war. Ich glaube es war auch die Frau, die die Verschmutzung verursacht hat, die ihn benachrichtigt hatte.
In den Zügen sitzt man (fast) immer in Fahrtrichtung. Auf der Fahrt von Nagoya und Takayama wurde bei der Abfahrt speziell darauf hingewiesen, dass man vorübergehend entgegen der Fahrtrichtung sitzt, weil der Zug diese nach kurzer Zeit ändert. Die Sitze lassen sich umdrehen, wenn man mittels Fusstaste die Arretierung löst und so kann man nach Belieben ein Abteil mit einander gegenüber stehen Sitzen machen, wenn man das möchte. Vor Fahrtantritt werden alle Sitze in die Fahrtrichtung gedreht bei der Vorbereitung des Zuges. vorwärts
Für Gepäck gibt es im Zug nicht viel Platz. Wer mit grossem Gepäck reist, kann spezielle Sitze am Ende des Zuges reservieren, bei denen es dahinter Platz für 2-3 grosse Koffer gibt. Spezielle Gepäckablagefächer gibt es auch in einigen Zügen, auch die müssen reserviert werden. Nur so erhält man die Zahlenkombination für den Sicherungsbügel, der dann die Koffer vor dem Herausfallen oder aber auch Diebstahl schützt. Einfacher reist Du mit kleinem Gepäck. Es gibt in Japan einen Gepäcktransport-Service, der Dein Gepäck im Hotel abholt und in das nächste liefert. Das funktioniert bestens, wir haben das bereits 2015 so erfahren. Das einzige Mal, dass das Gepäck nicht da war, als wir im Hotel eingecheckt haben (Osaka 2015) hatte sich die Reiseleiterin beim Datum um einen Tag getäuscht!
Wir haben auf dieser Reise nach etwas mehr als der Hälfte bereits einen Teil des Gepäcks zu unserem letzten Hotel vor dem Abflug senden lassen. Darin haben wir alles gepackt, was wir nicht mehr benötigen (Schmutzwäsche, Souveniers u.ä.). Bei guter Planung könnte man auch einen Koffer für die zweite Hälfte vorbereiten und ihn zum entsprechenden Hotel senden lassen… Bei anderen Gelegenheiten (Kamikochi, Kyushu) haben wir auch lediglich für ein bis zwei Nächte kleines Gepäck mitgenommen und das grosse bereits eine Station weiter senden lassen.
An den Shinkansen-Geleisen in den Bahnhöfen hat es immer Geländer, die den Bahnsteig vom Geleise trennen; da kann nichts vom Fahrtwind des Zuges auf das Gleis geweht werden. Die Türen gehen erst auf, wenn der Zug angehalten hat. Es ist auch immer klar, dass man sich da anstellt, wo die Tür zu stehen kommt und die Schlangen werden so geführt, dass die Wege für die ankommenden Passagiere frei bleiben. Es gibt dabei auch kein Gedränge. Entweder hat man einen reservierten Sitzplatz, oder man steht in der Reihe zu dem Wagen ohne Reservierungen.