Nagasaki

Wie vor 8 Jahren in Hiroshima haben wir jetzt auch in Nagasaki den Peace-Park im Gedenken an die Opfer der Atombombe vom 9. August 1945 besucht. In der Umgebung sind auch Überreste von Schutzräumen zu finden, in denen Menschen diese Katastrophe überlebt haben.

Nagasaki war in der Edo-Periode der einzige offene Hafen Japans über den der Handel mit China und Europa lief. Aus diesem Grund gab und gibt es hier eine grössere christliche Gemeinde und eine katholische Kathedrale.

Bilder im Park zeigen, welche verheerenden Auswirkungen dieser Schlag auf die Stadt hatte, in grossem Umkreis waren alle Häuser vollständig weggefegt, niedergebrannt und weggeblasen. Der Park besteht aus 2 Teilen, einem etwas Kleineren, an dem der Ort mit einer Stele gekennzeichnet ist, über dem die Explosion stattfand. Hier steht ein Rest der damaligen (katholischen) Kathedrale von Nagasaki und ein weiteres Mahnmal. Im grösseren Teil stehen Plastiken, die von ausländischen Staaten und Organisationen gestiftet wurden. Ein grosser Brunnen steht für die Opfer in den ersten Tagen, die nach Wasser suchten aufgrund ihrer Verbrennungen.

Nur 800m vom Zentrum der Explosion steht der Sanno Shrine. Auf Google Earth wird auf ein einbeiniges Torji-Gate hingewiesen. Hier stand ein grosses Torji aus Granit, das beim Atomschlag zerstört wurde und von dem danach noch diese eine Säule mit der Hälfte des Querbalken stehen geblieben ist. Die restlichen Teile liegen neben an und erinnern an diesen Moment der Geschichte. Auch hier zeigen Fotos, dass die Häuser in dieser Gegend vollständig weggefegt waren am Tag danach.

Eindrucksvoll widerstandsfähig zeigen sich auch die zwei Kampferbäume, die am Eingang dieses Schreines stehen. Obschon diese durch die Explosion mit der gewaltigen Hitzestrahlung und Druckwelle massiv geschädigt wurden (die Rinde verbrannt, die Äste der Kronen massiv weggebrochen) stehen sie weiterhin da, bilden weit ausladende (immergrüne) Laubdächer und haben Stammdurchmesser von fast 7m und fast 8m. Sie sehen vital aus. Der Schrein als solches ist natürlich neu aufgebaut worden.  Ganz hinten neben dem Hauptschrein steht ein kleinerer und einfacherer, dessen Zugangswege wohl kaum mehr begangen werden. Ich vermute, dass dies ein erster Schrein war, der nach dem Bombardement wieder errichtet wurde. Vor ihm stehen 2 Füchschen als Hüter.

Heute ist Nagasaki wieder eine pulsierende Stadt. Am Bahnhof wird gerade in grossem Stil gebaut und die Wohnviertel ziehen sich an den teilweise steilen Hängen hoch.  

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