Ritsurin Koen in Takamatsu

Wir sind auf der Insel Shikoku angekommen. Diese ist die kleinste der 4 Hauptinseln des Japanischen Archipels. Sie ist auch die am wenigsten touristische der Inseln. Das stellt man bald fest, wenn kaum mehr jemand englisch spricht. Zum Glück werden wir hier auf eine App für Smartphones aufmerksam gemacht, die Sprache aufnehmen und ins japanische übersetzen kann. Auch umgekehrt funktioniert sie.

Eigentlich haben wir für den heutigen Tag geplant, von Tokushima weiter zu reisen nach Matsuyama, unvorhersehbares hat aber die Pläne durchkreuzt. So besuchen wir heute zu viert den Garten Ritsurin Koen in Takamatsu.

Dieser wurde im 16. Jahrhundert von den damals herrschenden als privater Rückzugsort geschaffen. Eine Anlage von 75ha Fläche, angrenzend an Wälder, die einen Zwillingshügel bedecken. Hier gibt es grosse Wasserflächen, auf denen man eine Fahrt mit einem Boot machen kann. Hügel mit kunstvoll angelegten Wegen, Brücken aller Art über kleine Wasserläufe oder breitere Wasser überspannend.

Es gibt Stellen, an denen die Kirschblüte genossen werden kann im Frühjahr, andere an denen das Herbstlaub am Ahorn besonders bunt leuchtet. Kiefern wurden auf Felsen gepflanzt, um wilde Berglandschaften nachzubilden und an anderen Stellen werden sie kunstvoll herangezogen, so dass die diese charakteristischen Nadelbüschel wie Wolken ausbilden. Mehrere Teehäuser gibt es in der Anlage; das eine steht so am Wasser, dass man sich darin fast auf einem Schiff wähnt.

Wir haben 6 Stunden in dem Garten verbracht, ohne dass uns dabei langweilig geworden wäre. Leider ist unser ohnehin kurz geplanter Aufenthalt auf Shikoku noch etwas kürzer geworden, gerne hätten wir noch mehr von dieser Insel gesehen.

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