Nori hat sich für den heutigen Tag einen Besuch in dieser Art-Work Venue gewünscht und die Tickets besorgt. Mit der Subway fahren wir schon dahin, am anderen Ende von Tokyo in Toyosu. Es ist heute ein schwüler Tag, nicht sehr heiss, aber feucht. Von der U-Bahn-Station ist es noch ein Stück zu gehen.
Diesen Ort begeht man baren Fusses. Es gibt Bereiche, in denen man nasse Füsse und Unterschenkel kriegt. Es geht um neue (Selbst-)Wahrnehmungen und Erfahrungen. Im einen Raum sind grosse Bubbles angeordnet, die wechselweise farbig beleuchtet sind oder z.T. auch selber leuchten. Das ganze in einem Raum der rundum von Spiegel begrenzt ist, man hat den Eindruck darin zu schweben. In anderen geht man durch (trübes) Wasser auf unterschiedlich strukturierten Böden, bewegt sich auf einem Untergrund, der Dich (trocken) knietief einsinken lässt u.ä.
In einer Kuppel werden schwebende Blumen und Schmetterlinge projiziert. Der Boden ist auch hier ein Spiegel, der die Kuppel zur Sphäre erhebt. Durch die bewegte Projektion kannst Du dabei leicht das Gleichgewicht verlieren, es empfiehlt sich, sich hinzusetzen; die meisten Besucher legen sich gar hin.
Im zweiten Teil wird mit Pflanzen gespielt. Eines ist eine Art Zen-Garten mit verspiegelten Steinen in Sprühnebel, an anderer Stelle werden wieder in einem von Spiegel begrenzten Raum an Seilen tausende Orchideen herabgelassen, so dass Du von den Pflanzen umringt bist, in einem Blütenmeer schwimmst.
Eine Art Kunstinstallation der neuen Art, die aber absolut einen Besuch wert ist.